Slot-Racing-Modellbahn
Maintal MOTODROM
Jubiläumsseite

Link zur Hauptseite

Der 3. Dezember 2015 war nach 45 Jahren Pause die Geburtsstunde meiner zweiten Slotracing-Modellbahn, die nach einem Jahr bereits einen beachtlichen Umfang erreichte. Es war eine spannende und kreative Zeit, weil viele Details des fiktiven Motodroms permanent wuchsen. Von Anfang an stand das Ziel fest, ein Motodrom zu kreieren, das in die heimische Umgebung passt und das wahrscheinlich ähnlich konzipiert wäre, wenn der Standort wirklich Maintal wäre. Das schloss architektonische Superlativen aus, wie sie von großen Rennstrecken der Welt bekannt sind. Es sind dafür die liebevoll gestalteten Funktionsgebäude und bekannten Sehenswürdigkeiten, die das Gesamtbild prägen. Dies verlor ich nie aus den Augen und werde es weiterhin genau so weiterpflegen, weil es der Anlage eine ganz besondere Note verleiht. Personen, die meine Anlage besichtigten, teilen meine Begeisterung und einige nahmen Anregungen mit, die sie ebenfalls umzusetzen versuchen.

Auf meiner Hauptseite lade ich zu einem Spaziergang durch das Motodrom und die angrenzende Altstadt ein. Nehmen Sie sich jedoch etwas Zeit, wenn Sie Spaß am Modellbau haben oder einfach nur neugierig sind. Gern zeige ich Interessenten auch meine Modellanlage, wenn Sie sich vorher anmelden. Doch nun erst einmal weiter im Text, denn es gibt noch viel zu sehen.



Auch die Ränder der Modellanlage müssen nett gestaltet werden. Gerade erst habe ich meinen Garten wegen einer harten Renaturierungsmaßnahme verloren, so war es mir ein großes Bedürfnis, auch einen Kleingarten abzubilden. Er fügt sich nun harmonisch ein. Einen Strandkorb zu integieren, war ein Schmankerl, das mir Spaß machte. Ein Hingucker mehr!

Eine besondere Facette der Modellbahnanlage ist die psychische Wirkung, die sie auf mich ausübt. Hier finde ich Ruhe und einen Ausgleich zum Stress und zu altersbedingten Veränderungen. Diese Erfahrung möchte ich an Senioren weitergeben und sie ermutigen, ebenfalls solche Schritte zu wagen. Tägliche Freude ist der Lohn für den Aufwand.

Man gönnt sich ja sonst nichts!





Senioren dürfen im MOTODROM nicht fehlen!

Natürlich begeistern sich auch Senioren für Motorsport und besuchen gern das Motodrom. Auf der Suche nach interessanten Figuren stoße ich immer wieder auf Modelle im Bausatz, die mit Liebe und Sorgfalt zusammengesetzt und bemalt werden müssen.



Voll besetzte Senioren-Ruhebank
Auf der oberen Terasse des Michael Schumacher Hauses können die Senioren herrlich in der Sonne sitzen. Von dort aus haben sie einen herrlichen Blick auf die Boxengasse und den Seniorenlöschzug, zu dem jetzt noch ein restaurierter Abschleppwagen aus dem Jahr 1923 hinzu kam. Beide Fahrzeuge versehen am Wochenende ehrenamtlich ihren Dienst an der Strecke.

Eine Etage tiefer pulsiert das Besucher-Leben und die Bedienung hat alle Hände voll zu tun. Die figurenreichen Szenen vermitteln einen authentischen Eindruck und die Anlage erweckt förmlich zum Leben. Im Publikum sind alle Generationen vertreten, vom Säugling, der von seinen Eltern die Flasche bekommt, über die Rennsportszene, die Mechaniker und Fahrer bis zu den Senioren, die den Ausflug ins nahe Motodrom wagten.

Die Eindrücke sind so vielfältig, dass man auch nach einer Stunde noch nicht alles genau gesehen hat. Immer neue Gruppierungen und Arragements sorgen für viel Abwechslung, so dass auch der Folgebesuch wieder zu einem kleinen Erlebnis wird.

Das Bessere ist der Feind des Guten


Eine der lehrreichsten Erfahrungen, die man auch im fortgeschrittenen Alter noch machen kann, ist der Umgang mit seinen Arbeitsergebnissen und der hinzugewonnenen Erfahrung sowie perfektionierten Modellbautechniken. Was bisher von mir als gut angesehen wurde, wird über Nacht zur akuten Optimierungsbaustelle, wenn es nicht mehr optimal zum Gesamtergebnis passen will und ich bin erst dann zufrieden, wenn die bisher gewonnenen Erfahrungen adäquat umgesetzt wurden. Einen Teil der Konstruktionen kann man dabei manchmal retten, anderes muss noch einmal völlig neu aufgebaut werden. Eine perfekte Anlage bildet eine intakte Infrastruktur ab.

Grenzen ausloten und Grenzen setzen

Für alles im Leben muss man das richtige Maß finden. Wenn etwas übertrieben wird, empfiehlt es sich, Grenzen zu setzen, genauso, wie man die Grenzen auslotet, wenn man Optimierungspotenziale sucht. Alles muss in einem gesetzten Rahmen bleiben. Dazu gehört neben der räumlichen Ausdehnung auch der finanzielle Rahmen. Unter Modellbauern und Bastlern ist es häufig so, dass solche Grenzen oder Rahmen gesprengt werden, wenn das Hobby zur Sucht wird. Das geht natürlich auch an den Geldbeutel. Im vollen Bewustsein, dass man nie mehr den gleichen Preis beim möglichen Verkauf erzielen kann, schreibt der Modellbauer gedanklich bereits die Hälfte des Kaufpreises einer Sache ab. Wichtig ist, zu ergründen, ob allein die Freude über den eigenen Nutzen den Preis  voll und ganz aufwiegt.



Das Internet als Bezugsquelle

Wer informiert sein will, kommt heute um das Internet nicht herum. Es wird zum Hauptlieferant sowohl für gute Ideen als auch für die modellbautechnische Versorgung.  Zwar gibt es auch Bezugsquellen und Fachgeschäfte, die man aufsuchen kann, doch der Modellbaumaßstab 1:32 bietet in Fachgeschäften ein nur begrenztes Angebot. Ich nutze deshalb ebay als Hauptbezugsquelle für Bausätze und Figuren. Speziell die Rubrik "Dioramen" bietet sehr viele Bausätze an, die allerdings meist im Maßstab 1:35 geliefert werden.

Bei Figuren ist PREISER qualitativ führend. Im Maßstab 1:32 sind jedoch viele PREISER-Figuren derzeit nicht lieferbar. Über ebay gelingt es jedoch, Restposten oder Dachbodenfunde zu erwerben, die als Neuware bereits nicht mehr lieferbar sind. Einige Online-Händler und Sammler deckten sich allerdings rechtzeitig mit Figuren ein, um auch heute noch Neuware liefern zu können.

Ein weites Gebiet ist die Beleuchtung und vornehmlich die LED-Technik, die für den Modellbau unerlässlich ist. Qualitativ hochwertige Flutlichtanlagen für Slotracing-Anwendungen geben einer Anlage ein tolles Flair, sind jedoch schwer zu bekommen. Andere Probleme können mit dem reichhaltigen Sortiment von Conrad-Elektronik abgedeckt werden.


Handgemachte Gebäude und Dioramen

Der Weg von jeder Idee zu deren Umsetzung erfordert exakte Planung. Gebäude müssen als Modell geplant werden, wobei zuvor einige Fragen geklärt sein sollten. Will man Gebäude später zum Beispiel beleuchten, so muss man noch an die Etagen herankommen. Tribünen und Funktionsgebäude sollten Sicherheitsvorschriften entsprechen, um authentisch zu wirken. Werkstätten ohne Infrastruktur werden unwirklich empfunden. Straßen wirken nur perfekt, wenn der Straßenbelag und die Kanalisiation naturnah nachgeahmt sind. Baustellen sind ohne Absperrbänder oder Schutzeinrichtungen undenkbar. Das alles und viele andere Details müssen in die Planung der Rekonstruktion einer realen Szene einfließen.
Die Auswahl des Baumaterials muss Wanddicken und bauseitig genormten Maße gerecht werden. Steine und Ziegel wirken nur maßstabsgerecht gut, weil sonst beim Gesamteindruck jede Abweichung irritiert. Mit Platten aus Weichschaum oder Weichplastik lassen sich über ein spezielles Prägeverfahren alle benötigten Strukturen vom Kopfsteinpflaster über historisches Mauerwerk bis zu Ziegeln erzeugen. Firmen liefern Spezialitäten und Modellbaumaterialien für Architekten. Dachrinnen und Fallrohre können aus Strohhalmen hergestellt werden. Fenster, Gardinen, Reklamen etc. sind auf dem PC zu entwerfen und auf geeignetem Material auszudrucken, ehe sie mit dem Skalpell ausgeschnitten und eingefügt werden. Ganz wichtig ist die farbliche Gestaltung, bei der matte Abtönfarben zum Einsatz kommen. Modelle als Stahlkonstruktionen erfordern wiederum andere Farben, die im Modellbauhandel erhältlich sind.



Eine besondere Fundgrube für Anregungen ist die Website http://www.carrera4fun.de/ mit ihren Bastelbögen. Wer kompaktere Materialien als das empfohlenen Papier oder Pappe bevorzugt, verwendet nur die Dekore.

Werkzeuge und Maschinen sind entscheidend


Auch die gelungenste Handarbeit kommt nicht ohne Werkzeuge und kleine Maschinen aus. Säge- und Bohrarbeiten werden umso perfekter, je besser man ausgerüstet ist. Auch die Klebetechnik erfordert etwas mehr als nur das Drücken von Tuben. Mit beleuchteten Kopflupen lassen sich auch kleinste Details kontrolliert herstellen. Geld, das man in sein Hobby investiert, lohnt sich also, vorausgesetzt, man beherrscht das Equipment.

Hier wird eine interessante Facette sichtbar: das ewige Hinzulernen. Wenn man beruflich niemals mit solchen Prozessen zu tun hatte, kann man sich völlig neue Felder erschließen. Lebenslanges Lernen kann Spaß machen!


Mehrere Hobbies kombinieren

Mit meiner wieder aufgelebten Passion verbinde ich gleich mehrere Hobbies:
-   den Modellbau,
-   das Filmen,
- das Fotografieren und diesen Internet-Blog.
Damit kontrolliere ich, wie nahe die erzeugten Illusionen der Wirklichkeit kommen.

Oft wurde über die Dokumentation eine erneute Optimierung ausgelöst. Mit Fotografien ließ sich auch ein großformatiges Fotobuch herstellen, in dem kleine Details in zigfacher Vergrößerung abgebildet wurden. Das offenbart schonungslos vorhandene Potenziale, zeigt aber auch absolut gelungene Ergebnisse. Im Grund genommen handelt es sich dabei also um die perfekte Kontrolle von Ergebnissen.
Die Dichte machts

Am Anfang hatte ich Platz ohne Ende und glaubte, genug Flächen für Gebäude und die Infrastruktur zu haben. Doch nach wenigen Monaten füllten sich die Flächen. Mit jedem Detail wurde die Modellbahn kompakter, so dass man teilweise die Fahrbahnen nicht mehr komplett einsehen konnte, wenn man sich in Augenhöhe befand. Genau so geht es Besuchern großer realer Rennsportanlagen. Wer kommt  dort schon in die Boxengasse oder in die Boxen selbst? Als Besucher muss man sich dort mit dem Blick begnügen, den man sich leisten kann.

Auf meiner Anlage kann man sich den Platz aussuchen, von dem aus man das Geschehen beobachtet. Sich zu wünschen, gerade eben auf der anderen Seite der Strecke zu sein, ist rasch volzogen. Sobald man sich um die Modellanlage herum bewegt, kann man sich als VIP fühlen und man bekommt in alle Bereiche Einblick.

Der zentrale Blick von einem erhöhten Standort vermittelt allerdings am eindrucksvollsten die große Dichte der vielen Dioramen, die sich harmonisch aneinander reihen. Sie erzählen viele kleine Geschichten rund um den Rennsport und vermitteln Maintaler Flair, auch wenn es real ein solches Motodrom in Maintal gar nicht gibt.









Nachtstimmung im Motodrom

Modellanlagen haben bei Dunkelheit einen besonderen Reiz, wenn rundum die Lichter angehen und die Szene in ein Lichtermeer taucht. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg, denn jedes Objekt muss sorgfältig geplant werden. Der Blick ins Innere der Gebäude erfordert, dass dort auch etwas zu sehen ist. Im Fall des historischen Hochstädter Rathauses hieß das, in der Rathausschänke die Tische zu decken und zu besetzen. Die Ausstellung im ersten Stock wird erst durch die Besucher interessant. Aber auch die anderen Gebäude benötigen zumindest farbige transparente Fensterbilder, die den Eindruck eines Innenlebens vermitteln.



Kernstücke sind natürlich die Flutlichtmasten und -anlagen in den Kernbereichen des Motodroms und die sanfte Beleuchtung der Tribünen, VIP-Bereiche und Terrassen lässt Details besser erkennen.



In den Werkstätten und Boxen kommen nun Einrichtungen zur Geltung, die bisher nur schwer zu sehen waren. Auch Innenräume der Gebäude sollten ausgestattet sein, weil das den Effekt erhöht. Wenn dann die Tourenwagen mit ihren gleißenden Scheinwerfern und Bremsleuchten Leben in die Anlage bringen, ist die Illusion pulsierenden Lebens perfekt.
     





Bei der Installation muss man Objektweise vorgehen und jedes Objekt mit einer eigenen Verteilerleiste versehen, die jeweils nur mit einem Kabel verbunden wird. So schafft man Ordnung in der Installation und behält gut die Übersicht. Bei aller Begeisterung für attraktive Details darf man es nicht übertreiben, denn zu viel ist manchmal genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen wollte.





Die Modellwelt hat bei Nacht einen ganz besonderen Reiz, der nicht nur Kinderaugen leuchten lässt. Die Einblicke sind tiefer und man sieht noch mehr als bei Tageslicht. Illusionen werden greifbarer.



Aber auch bei Tageslicht zieht die Anlage die Besucher in ihren Bann. Im Gastronomiebereich ist reger Betrieb und die Grit-Girls entspannen sich während den Pausen.






 







Mein  Ziel ist "die perfekte Illusion"

Als Modellbahnfan lebt man im Zwiespalt perfekter Technik und perfekten Modellbaues. Beides zusammen ist die höchste Vollendung des Hobbies, wenn man das alles erreicht. Was ist schon eine Modellanlage, die nur so vor Technik strotzt, jedoch keinen Realitätsbezug besitzt!?

Ein Beispiel sind die Fahnen, die inzwischen auf der Anlage zu sehen sind. Sie sind fester Bestandteil jedes Events, in diesem Fall des einjährigen Jubiläums meiner Anlage.

Tribünen müssen nicht nur schön, sondern auch funktional sein und eine Infrastruktur besitzen. Fände man den Weg vom Eingang des Motodroms bis zur Tribüne nicht, so wären Fragen offen. Auch Toiletten und Telefonhäuschen, Glascontainer, Mülltonnen, Automaten für Speisen und Getränke und alles, was zum Leben erforderlich ist, muss vorhanden sein, wenn es authentisch sein soll.



Bei der Zieldurchfahrt darf der Mann mit der "checkered flag", der Zielflagge nicht fehlen. Auf den Renn-Videos darf er nicht fehlen. Sein Standort muss völlig ungefährdet sein und man muss ihn gut sehen können. Auf der Modellanlage steht er auf der verkleideten zentralen Steuereinheit, die gut eingebettet ist und bei Film- und Fotoaufnahmen kaum stört.

Eine Modellanlage muss in sich schlüssig sein. Dazu gehört die strikte Einhaltung des gewählten Maßstabs, ein generelles Thema, dem sich das Modell unterordnet und die größtmögliche Anlehnung an die Realität. Jedes noch so kleine Detail der Wirklichkeit kann theoretisch in die Planungen einer Modellanlage einfließen. Lediglich das persönliche Geschick, die Kosten und der Zeitaufwand entscheiden über die Umsetzung.


Na, Lust bekommen?







Letzte Eindrücke am Jahreswechsel



An den Kommandoständen







Am Eingang zum MOTODROM

 
                    An der Boxengasse                                                                                          Die neue Pressestelle



Rund um die Pressestelle

  



Anfang Januar 2017 rundete das historische Rathaus von Wachenbuchen die Altstadt ab



   
So etwa
s kann man nicht kaufen

Was auf dieser Seite an Modellbau zu sehen ist, kann man in keinem Geschäft kaufen. Allenfalls die Figuren, Bäume und einige Fahrzeuge, die das Gesamtbild abrunden. Hier wurden Gebäude im Maßstab 1:32 aus Kunststoffplatten und anderen Werkstoffen hergestellt und innen eingerichtet. In mühevoller Kleinarbeit und detailgetreu entstand sogar das historische und das zeitgemäße Pflaster, wie es vor Ort zu finden ist. Der Brunnen besteht aus den gleichen Materialien und wurde mit kleinen Schottersplittern so kombiniert, dass die Illusion entstand, er sei komplett aus Stein.
Die Kombination von Biberschwanzschindeln und Schiefer, wie sie seit 1555 das Rathaus zieren, die Holzarbeiten an den Dachgauben, die Dachrinnen und Fallrohre, die schmiedeeisernen Tore und sogar die Schräge des Baugrunds sind authentisch. Dennoch mussten kleine Anpassungen zugunsten des fiktiven Arrangements vorgenommen werden.
Auch hier ist der Zugewinn  an Freude riesig, weil das Ergebnis stimmt und eine Welt entstehen lässt, für die sich jede Mühe lohnt. Wer das bisher besichtigen konnte, war erstaunt und wird sich noch lang daran erinnern. Ich dagegen kann es täglich genießen.
 


     



   

 

    







Alles Carrera digital - oder was?
Für Fotos und Filme sind auch preiswerte Modelle ohne Elektronik im Einsatz

  
 
Mit Technik kombinierter Modellbau erfordert auch Kompromisse. Es versteht sich von selbst, dass man teuere und technisch perfekte Modelle nicht mutwillig zerstört oder beschädigt. Für authentisch wirkende Fotos und Filmaufnahmen, die übliche Unfälle zeigen sollen, muss eine preiswertere Lösung gefunden werden. Das erreicht man mit baugleichen Modellbausätzen, wie sie REVELL herstellt und von mir für Vorher-nachher-Situationen präpariert werden. Spezielle Fotostrecken, die in die Filme eingebaut werden, können überzeugen.
 
158                                                                 159                                                          160                                                                  161
      
   Maintal-MOTODROM                               Maintal-MOTODROM                           Maintal-MOTODROM                               Maintal-MOTODROM

 
Neben den Fahrzeugen, die Carrera und andere Hersteller absolut perfekt liefern, erfordert der authentische Modellbau einen Fuhrpark, der auf das abgebildete Metier abgestimmt ist. Das ist zum Beispiel auf der grandiosen Miniaturanlage in der Hamburger Speicherstadt in seiner ausgeprägtesten Form zu sehen. Zumindest diese Intention ist mein Ansporn.
Während der reine Carrera-Fan seine Runden dreht und der Sieger sein will, ergeht sich der Modellbauer im perfekten Abbild der Wirklichkeit, ohne den Spaß an der Technik zu vernach-lässigen. Das hat mit Spielen nichts zu tun.
Die Fotostrecke zeigt sowohl den  Ablauf einer Kollision, als auch die Bergung des Fahrzeuges. Im Film wird sowohl die Aufnahme mit einer Action-Kamera gezeigt, die auf dem nachfolgenden Fahrzeug montiert war, als auch anschließend die Fotostrecke mit einem Dutzend Bildern, die mit dem markanten Serienbild-geräusch einer Spiegelreflexkamera kombiniert werden.
 
 
 
Feuerwehr und Notarzt sind zuerst vor Ort, ehe das Bergungsfahrzeug eintrifft. Dazu muss nicht nur das Safety-Car raus, sondern manchmal auch das Rennen oder der Trainingslauf abgebrochen werden. Das Gespräch des Notarztes mit dem unverletzten Fahrer grenzt die erforderlichen Maßnahmen deutlich ein. Selbstverständlich stehen auch ein Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber zur Verfügung.

Das Angebot an Figuren 1:32 für Bergungen ist klein und meist nur im Online-Handel erhältlich.
 


 

Ein voll funktionsfähiger Kran, der in Aktion nicht kippt, muss natürlich mit Stützen und Stabilisatoren versehen sein. Die Bergungstechnik und die Gurte müssen ebenfalls selbst hergestellt werden, da es dafür keine käuflichen Modelle gibt.

Im vorliegenden Fall wurde ein einfaches LKW-Modell zum Transport von Baumstämmen umgebaut und neu (auf alt) lackiert. Der Kran musste vom Heck abmontiert, hinter das Führerhaus versetzt und die Ladefläche verlängert werden. Dabei musste natürlich die Unterkonstruktion des LKW's verändert werden, um realistische Verhältnisse herzustellen.

Oft steht die Zeit für die Vorbereitung authentischer Fotos und Filmaufnahmen in einem sehr krassen Verhältnis zur Länge der Aufnahmen. Wer aber das beste Ergebnis anstrebt, nimmt das als die Mühe für den Lohn hin und macht es mit Freude.
 

 
Havarierte Fahrzeuge und ihre Schäden sind gar nicht so leicht zu präparieren. Das erfordert zunächst das Studium solcher Unfallbilder, um die speziellen Charakteristiken von Blech- und Glasbruchschäden kopieren zu können. Gebrochene Radaufhängungen sind dagegen recht einfach zu gestalten. Aber auch der Zustand von Reifen muss authentisch sein. Zu diesem Zweck müssen sie geschliffen werden, damit sie abgenutzt wirken. Eines der beiden Fahrzeuge, die für die Aufnahmen gebraucht wurden, musste einen Fahrer bekommen, der im Bausatz fehlt. Auch musste ein Führungsstift im Boden des Chassis platziert werden, um auf technischem Weg bewegte Bilder zu erzeugen.

Am Ende einer solchen Aktion bleiben zwei Autos übrig, die nur noch Dekorationszwecken dienen können. Schon deshalb müssen Mühe und Lohn in einem sehr guten Verhältnis stehen. Ist das der Fall, können neue Herausforderungen angepackt werden.
 



   
  Verunglückte Fahrzeuge werden sofort in die Zentralwerkstatt transportiert, wo alle Maschinen, Gerätschaften und Werkzeuge für die Reparatur vorgehalten werden. Natürlich bestehen auch Möglichkeiten, defekte Teile elektrisch zu schweißen oder auf der Drehbank neu herzustellen. So wird die Illusion "rund".

Wichtig ist zunächst aber erst einmal die Bergung des Unfallfahrzeuges.
 




Auch nach einem guten Jahr sind noch genügend Potenziale vorhanden



Die Ausdruckskraft von
Figuren, Details und Dioramen

Immer wieder verblüffend sind die Effekte, die sich durch kleine Rennszenen erzeugen lassen.
 



Das zeigen die Dioramen im Boxenbereich mit den Boxencrews




Die vielen kleinen Details der Figuren, aber auch die der Gebäude und der Infrastruktur  zeigen Wirkung

  

Die Enge des Kernbereichs des Motodroms ist spürbar, macht aber den provinziellen Charme der Teststrecke aus





Während an den Boxen Reifen gewechselt werden, pulsiert in den oberen Etagen ebenfalls das Leben

 



Geschützt vor fremden Blicken sonnen sich drei Grazien auf der Dachterrasse

Was hier so einfach und selbstverständlich aussieht, ist das Ergebnis vieler Modellbaustunden



Jetzt ebenfalls vertreten:  Die ADAC Flugrettung


 

 

ADAC Flugrettung

 

Auf der Suche nach einem Platz für eine Flugrettungsstation bot sich das Aufstocken des Gebäudes mit der verglasten Aussicht an. Der ADAC versprach sofort, eine solche Einrichtung zu bauen, um außerhalb des Rennbetriebs die Luftrettung auf der A66 und angrenzenden Straßen zu betreiben. Als Bonbon galt die Luftrettung während der Rennen und Trainingsläufe des Maintal-MOTODROMs.

 

Beim Umbau wurde ein Aufzug eingebaut, der die Gastronomie der Aussichtsterrasse mit dem Rettungsbüro verbindet. Der beleuchtete Fahrkorb kann natürlich auch besichtigt werden, denn die Tür ist im Obergeschoss geöffnet.

Das Büro besitzt eine Besprechungsecke und einen Aufenthaltsbereich für das Rettungsteam. Bei Alarm erreicht das Team auf kurzem  Weg über eine Außentreppe das Hubschrauberdeck . Die Anlage enthält sehr viele Details, damit sie authentisch wirkt. Es ist einfach alles vorhanden, was man von einer solchen Einrichtung erwartet.

 

Eurocopter EC135 Christoph 12

 

Eine ganz besondere Herausforderung war der Bau eines Rettungshubschraubers Eurocopter EC135, den der ADAC derzeit bevorzugt im Einsatz hat. Er ist eine Weiterentwicklung des BO 108 der Firma Messerschmitt-Bölkow-Blohm und ist mit zwei Triebwerken der Firma Pratt & Whitney Canada bestückt. In der Grundkonfiguration kostet ein solcher Hubschrauber rund 4,6 Millionen Euro.

 

 Technische Daten:

Besatzung:


Länge über alles:
Höhe über alles:
Kabine L x B:
Rotordurchmesser:
Leergewicht:
Zuladung:
Kraftstoffmenge:
Max. Abfluggewicht:
Antriebsleistung:
Rotordrehzahl:
Reichweite:
Reisegeschwindigkeit:
Dienstgipfelhlöhe:

1-2 Piloten,
max. 7 Personen
12,19 m
3,62 m
3,5 x 1,5 m
10,20 m
1.420 kg
1.450 kg
576 kg
2910 kg
2 x 321 kW
ca. 400 UpM
635 km
259 km/h
6.096 m

 

Die ADAC Luftrettungs Gmbh ist derzeit mit 49 dieser Hubschrauber ausgerüstet und hält 180 Piloten, Co-Piloten und Wartungspersonal vor. Das Diorama soll dieses Engagement würdigen, ebenso den Einsatz des ASB, der die Einrichtung medizinisch betreut.

 

Auf dem Diorama sind neben den Piloten, dem Rettungsarzt und dem Sanitäter auch das Servicepersonal zu sehen, das mit verschiedensten Arbeiten beschäftigt ist. Aber auch die Infrastruktur - vom Windsack bis zur Funkeinrichtung - ist alles vorhanden. Ein Blaulicht am Gebäude signalisiert den Rettungsalarm.

 

In der Bar der Aussichtsplattform genießen die Besucher derweil kalte Getränke und verfolgen den Rennbetrieb, der hoffentlich zu keinem Einsatz der ADAC Luftretter führt.

 

 

Der Bau dieses Bausatzes der Firma REVELL mit rund 260 Einzelteilen war eine echte Herausforderung mit höchsten Schwierigkeitsgraden. Zweidrittel des Bausatzes mussten mit Hilfe der Kopflupe, Pinzetten und kleinsten Werkzeugen verarbeitet werden. Dazu braucht man eine ruhige Hand und sehr viel Geduld.

   
     
     
     
     




Die nächste Herausforderung wird nicht lang auf sich warten lassen...



Sicherheitspersonal im Motodrom

    
         

        

  


Auf der Einführungsrunde...



...ein stattliches Feld!



Zeitloser Wohnungsbau am MOTODROM




       
 
In Maintal gibt es viele Siedlungen und Eigentumswohnanlagen, die sich
natürlich vom Baustil her nur schwer in alte Bauasubstanz integrieren lassen.

Direkt am Motodrom steht eines jener Häuser aus den 80er Jahren, das
inzwischen renoviert ist. Typisch sind das Flachdach und die Balkone und Loggien
und der zeitlose Stil, der sich überall einfügt.

Als Randbebauung - praktisch als Kulisse - war eigentlich nur die eine Front
herzustellen, bei der wieder Hartschaumplatten und Kunststoff zum Einsatz kamen.
Die Blumenkübel an den Balkonen sind üppig bepflanzt.