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Impressum

 


Maintal verfügt über ein lokales Kabarett. Nachdem sich dieses Kabarett fest etabliert hat und es das Publikum mit durchweg guten Programmen begeisterte, hat es eine eigene Website verdient. Es ist nicht leicht, Eintrittskarten für die stets innerhalb weniger Minuten ausverkauften Veranstaltungen zu ergattern. Wer es dennoch versuchen möchte, kann sich auf dieser Seite informieren, was ihn erwartet. 


    Programme

 

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

 

Kulturpreis für MIKROKOSMOS

 

Für mich als Gründungsmitglied des lokalen Kabaretts MIKROKOSMOS war der 12.März 2016 ein ganz besonderer Tag. MIKROKOSMOS bekam zusammen mit 2 anderen Kultur schaffenden Gruppen den Maintaler Kulturpreis 2016. In einem gelungenen festlichen Akt, der von der Karnevalsgesellschaft Käwer Hochstadt und dem Maintaler Tanzsportclub ausgerichtet wurde, durfte Frank Walzer für die Mikrokosmonauten die verdiente Trophäe in Empfang nehmen. Es war der vorläufige Höhepunkt der seit 2003 gestarteten Aktivitäten. Die Jury würdigte damit die Nachwuchsförderung und die kabarettistischen Aktivitäten. Alle Preisträger erfüllten die Kriterien "Freiwilligkeit, Leuchtturmcharakter, Signalwirkung und integrative Wirkung über die Stadtgrenzen hinaus". Wenn in diesem Zusammenhang heute in den Programmen die Lokalpolitik als herausragende Thematik der jährlichen Programme hervorgehoben wird, dann darf man nicht vergessen, dass dies ein langwieriger Prozess war. In den ersten Jahren fehlte sie beinahe ganz, weil die Gruppenmitglieder zunächst andere Schwerpunkte setzten. Das vorwiegend junge Ensemble war damals einfach noch nicht reif für die Umsetzung politischer Sketche. Es bedurfte zudem intensiver ganzjähriger Recherchen und eines speziellen Interesses für Politik, um mit dieser Thematik erfolgreich zu sein. Das übernahm zunächst vorwiegend der Senior der Truppe.

 

Es stellte sich heraus, dass in der Gruppe im Laufe der folgenden Jahre das Interesse an Politik wuchs und die besondere Funktion der kabarettistischen politischen Hygiene angenommen wurde. Seit einigen Jahren konfrontierten die Maintaler Kabarettisten ihr Publikum mit vielen kommunalpolitischen Facetten, was im Laufe der Zeit auch beim Publikum die Erwartungshaltung an das Kabarett veränderte. Heute werden in Maintal mit den jährlichen 4 Veranstaltungen mehr Wähler erreicht, als über Parteiveranstaltungen und Bürgerversammlungen. Die differenziert kritische Sicht der Dinge scheint den Bürgern besser zu liegen, als die oft einseitigen Bewusstmachungen der Parteien.

 

Im Fokus stehen alljährlich natürlich auch Themen der großen Politik, aber auch des sozialen Miteinanders. Mit über 500 selbst geschrieben Sketchen garantiert die Truppe Einmaligkeit und ein taufrisches Erleben. Wenn im Imagefilm, der bei der Verleihung präsentiert wurde, am Ende der Satz "Mikrokosmos ist das Beste, was Maintal zu bieten hat" vielleicht etwas vermessen klang, so muss man bedenken, dass sich das Gesagte auf das Metier "Lokales Kabarett" bezog. Wenn das Gesagte dennoch von einigen Bürgern tatsächlich weitergehend empfunden wird, wollen wir nicht widersprechen.

 

Zur Gründung von MIKROKOSMOS führte das Erkennen des Nachwuchspotenzials im Humor-Musik-Vereins "Edelweiß". Lust auf den anspruchsvolleren Umgang mit der deutschen Sprache, als er im Karneval praktiziert werden kann, war deutlich zu spüren. Die Talente waren so zahlreich, dass sie in den Fastnachtsprogrammen nicht mehr untergebracht werden konnten. Sprachlich und thematisch anspruchsvolle Vorträge konkurrierten damals mit flachen Witzvorträgen. So war es interessant, im Programm der Ehrungsveranstaltung einem genau solchen Vortrag zu lauschen, von dem die Mikrokosmonauten sowieso und die Fastnachtssitzungen heute meilenweit entfernt sind.

 

Fastnachtsvorträge aus der Feder von Mikrokosmonauten sind sprachlich und inhaltlich absolute Highlights und in Maintal inzwischen einzigartig. Das eine schließt also das andere Metier nicht aus. Damit unterstreicht MIKROKOSMOS den Anspruch der Talentschmiede des Vereins, die sich heute vielschichtig auszahlt. Besonderes Augenmerk sollte der Beobachter auf das gute Zusammenwirken der 3 Generationen innerhalb der Gruppe richten. Abgesehen von der enormen Bandbreite altersgerechter und geschlechtsspezifischer Rollenverteilungen ist das generationenübergreifende Verständnis beachtenswert. Junge Nachwuchskräfte fühlen sich gut eingebettet und ohne Druck herangeführt. Deren Entwicklung ergibt sich über die Erfolgserlebnisse.

 

Für mich als Initiator der ersten Stunde war es damals eine Selbstverständlichkeit, den Staffelstab in junge kompetente Hände zu legen und damit zur Initialzündung des außerordentlichen Erfolgs beizutragen. Heute erlebe ich mit der Verleihung des Maintaler Kulturpreises 2016 einen Höhepunkt, von dem ich damals nicht zu träumen wagte. Es war ein hartes Stück Arbeit in Zeiten, in denen sich Ensemblemitglieder und Leistungsträger aus beruflichen oder anderen Gründen für einen gewissen Zeitraum ausklinkten. Der Mikrokosmos blieb auch in diesen Phasen stets auf Kurs und steigerte sich von Jahr zu Jahr. Der verliehene Preis dürfte einen weiteren Schub auslösen, der natürlich dem Publikum zugutekommt.

 

 

 

 

Die Trophäe

 

 

 

 

Image-Film (Preis)

 

 

MIKROKOSMOS wartete 2014 bereits mit seinem 10. Programm auf. Über 400 Sketche und Monologe aus eigener Feder wurden bis heute umgesetzt. Alle vier Veranstaltungen waren wieder rasant schnell verkauft. Wer noch keine Karte hatte, musste vor den Veranstaltungen auf Rückläufe setzen, die eventuell noch kommen könnten. Auf ihre Kosten kamen stets alle, die gekommen waren.

 

Wer mit offenen Augen durchs Leben geht, dem fliegen die Themen nur so zu. Hier bedurfte es bisher noch keiner aufwändigen Kraftakte. Anspruchsvoller ist dann schon deren Umsetzung, um einen möglichst hohen Prozentsatz des Publikums thematisch mitzunehmen. Da gehen die Empfindungen im Publikum manchmal ganz schön auseinander. Dieser Aufgabe stellten sich 2014 Brigitte Rosanowitsch-Galinski, Frank Walzer, Nina Stein, Colin Stein, Wolf Heiser und Klaus Klee

 

Bis zur Premiere steigt alljährlich die Spannung bei den Besuchern, mit welchen Themen zu rechnen sein wird. Politisch und im Ortsgeschehen sind die Akteure nämlich immer sehr aktuell. Der eine oder andere Besucher hat deshalb bereits ein flaues Gefühl im Magen, wenn er das Foyer betritt. Sie nehmen halt kein Blatt vor den Mund, diese "Mikrokosmonauten". 

 

Wer erstmals das "Lokale Kabarett MIKROKOSMOS" besucht, sollte sich informiert haben. Nicht, dass Sie sich schenkelklopfend über Sketche rund um den Bürgermeister oder andere Politiker amüsieren und nicht merken, dass dieser oder jener direkt neben Ihnen sitzen. Machen Sie es dennoch, so tragen Sie auf Ihre eigene Art zum Gelingen bei. Die Betroffenen selbst wissen allerdings, dass es für sie die Höchststrafe bedeutet, im Programm nicht erwähnt zu werden, weil das sofort mit dem Prädikat "unbedeutend" gleichgesetzt wird.

 

Das Konzept

 

In Maintal gastieren immer wieder exzellente externe Kabarettisten mit ihren aktuellen Programmen. Die Themen sind überregional gewählt und von allgemeiner Natur. Es fehlt natürlich der lokale Bezug. Was lag da näher, als ein Kabarett zu gründen, das sich mit lokalen Themen befasst. In einer bunten Mischung von Politik, Zeitkritik und lokalen Besonderheiten sowie allerlei ortsbezogenem Nonsens wird eine Kleinstadtatmosphäre erzeugt, die kritikwürdig und liebenswert zugleich ist. Viele Besucher finden sich darin wieder und schätzen das besondere Angebot.

 

Nach ersten gesammelten Erfahrungen reifte auch das räumliche Konzept und man entschloss sich, eine zweckmäßige Kleinkunstbühne zu schaffen, die rasch aufgebaut und einfach in der Handhabung ist. Das Evangelische Gemeindezentrum in Hochstadt bietet räumlich und logistisch hervorragende Voraussetzungen. Im Zuschauerraum haben 120 Besucher Platz, die sehr engen Kontakt mit der Bühne und den Akteuren haben. Das bietet auch die Gelegenheit zur Interaktion.

 

Alljährlich kommen neue Ideen hinzu, die auch handwerklich umgesetzt werden müssen. Das geht zwischen den Ensemblemitgliedern und Wilhelm Walzer Hand in Hand, der die Schreinerarbeiten durchführt. Die Mannschaft der Bühnentechnik muss sich ebenfalls immer wieder auf neue Gegebenheiten und ungeahnte  Herausforderungen einstellen.

 

So fing alles an...

 

 

 

 

 

 

Die erste "Bühne" im Jahr 2005

 

Von Nichts kommt nichts!

 

Dieses geflügelte Wort spornt alljährlich die Ensemblemitglieder an und ganz besonders die Kreativen unter ihnen. Sie legen den Grundstein für das Gelingen. Die Zeit der Vorbereitung ist für das Ensemble alljährlich spannend. Das betrifft den Inhalt des Programms, die Ausarbeitung der gesammelten und spontanen Ideen sowie das Konzept der Präsentation. Nichts soll dem Zufall überlassen bleiben und dennoch soll Spontaneität auf keine Hindernisse stoßen. Hierzu gehört natürlich in besonderem Maß das Bühnenkonzept. Das war im Jahr 2005 genauso wichtig wie heute, auch wenn die Rahmenbedingungen völlig anders sind. Auch 2011 rangen die Ensemblemitglieder mit ihren Ideen und kamen zum Entschluss, die bisherige Bühne zu verändern, damit die seitliche Verlagerung des Geschehens noch attraktiver und die Bühne dadurch breiter wird. Die dabei entstehende Asymmetrie wird vom Betrachter aus gesehen voll ausgeglichen. 

 

Etwas mehr darüber erfahren Sie auf der Seite der Vorbereitungen für 2011, die sich mit dem rein technischen Teil befasst.

 

 

 

                                      Bühne in Jahr 2009 und 2010

                                                                   Bühnen-Konzept ab 2011 im Entwurf

 

Wie alles begann...

 

Am Mittwoch, dem 21. Mai 2003 wurde die HMV-Kabarett-Truppe aus der Taufe gehoben. Zu diesem Zweck fanden sich interessierte Mitglieder in der Geschäftsstelle ein, um sich zunächst über eine Vorführung des historischen Programmes "PINKS an die Macht" der Münchner Lach- und Schieß- gesellschaft einzustimmen. In der anschließenden Diskussion setzte sich bei den Anwesenden die Ansicht durch, dass die erfolgreiche Erarbeitung und Präsentation von zeitkritischen Sketchen und Liedern durchaus im Bereich der vorhandenen Möglichkeiten liegt.

 

Im Rahmen der Verarbeitung geeigneter Themen sollten verschiedene Techniken erarbeitet bzw. vermittelt werden, die für den Aufbau von Sketchen, Monologen und Texten kabarettistischer Songs erforderlich sind. Es ist kein Geheimnis, dass diese Techniken natürlich auch beim Aufbau von Nummern der HMV-Sitzungsprogramme sehr hilfreich sind. Aus diesem Grund war ein zunehmendes Interesse an der neuen Vereinsaktivität für einen Teil der Aktiven vorhanden. Dass gerade die Jugend besonderes Interesse am Kabarett zeigt, war deutlich spürbar.

 

Das Team setzte sich aus Mitgliedern zusammen, die auf oder hinter der Bühne mitwirken wollen oder die Aktivitäten anderweitig unterstützen. Die Kabarettgruppe brachte ihr erstes Brainstorming hinter sich und tauschte sich über geplante Arbeitsweisen aus. Im Sinne einer noch größeren Vielfalt der im Programm benötigten "Typen" wurden mögliche Kandidaten in Erwägung gezogen, die in den nächsten Tagen angesprochen wurden.

 

Da die Gruppe immer noch auf der Suche nach einem treffenden Namen war, kam der Name "Mikrokosmos" ins Spiel. Einen breiten Rahmen nahm die erste Sammlung möglicher Themen ein. Es bestand allgemein die Ansicht, dass Politik zu den zentralen Themen gehören muss, jedoch so aufbereitet sein soll, dass sie nicht nach irgend einer Seite überlastig ist.

 

Erste Ergebnisse wurden bereits für den Herbst 2003 angestrebt, die allerdings zunächst in einem kleinen Kreis angetestet werden sollten. Das Team war für Anregungen und Informationen zu den Themen dankbar.

 

Die Kabarett-Gruppe bestand 2003 aus folgenden Mitgliedern: (alphabetisch aufgelistet) · Angela Cercas · Katja Heide · Isa · Pia Jost · Silvia Koffler · Carolina Schock · Nina Stein · Klaus Klee · Helmut Roog · Michael Sessner · Colin Stein und Frank Walzer.

Es traten ferner Christine Rothaut, René Kröller und Harald Bodens auf. Im Jahr 2010 stieß Brigitte Rosanowitsch und 2013 Anika Weider und Wolf Heiser zum Ensemble.

 

Bei den nächsten Treffen wurden Referate über verschiedene Techniken des Umganges mit Texten, Gestik und Mimik gehalten, um die Grundlagen zu schaffen. Nun dauerte es noch über ein Jahr, bis das erste Programm fertig war.

 

Zum Hochstädter Altstadtfest 2005 wurde das erste Kabarettprogramm aufgeführt, das nur 60 Minuten lang war. Eine zu diesem Zweck entworfene und von Klaus Klee und Wilhelm Walzer gebaute Bühnenkonstruktion bot den Akteuren auf engstem Raum Platz in der Attrappe eines überdimensionalen Fernsehgerätes. Das inhaltlich recht gute Programm litt allerdings unter der Unruhe, die während eines Volksfestes herrscht. Danach stand fest, dass Open Air nicht der richtige Ort für Kabarett ist.

 

Der nächste AHA-Effekt kam, als ausgewählte Nummern des Programms während der Kampagneneröffnung des Vereins aufgeführt wurden. Schnell wurde deutlich, dass sich Kabarett und Karneval ebenfalls nicht vertragen. So kam es zum Entschluss, die Aufführung künftiger Programme ins nahe  Evangelische Gemeindezentrum zu verlagern. Damit war bereits die erste Bühnenkonstruktion Geschichte geworden.

 

2006 startete MIKROKOSMOS mit neuem Konzept und neuer Ausstattung unter dem Motto "jetzt überdacht" und lieferte zwei Veranstaltungen ab.

2007 gab es erneut zwei Veranstaltungen unter dem gleichen Motto.

2008 wurden erstmals drei Veranstaltungen unter dem Motto "Gedöns un Grafaame" angeboten, ehe 2009 schließlich vier Veranstaltungen unter dem Motto "Bis aaner weint" aufgeführt wurden. 2010 blieb man ebenfalls bei vier Veranstaltungen, diesmal unter dem Titel "Da geht´s de Mensche, wie de Leut´".

 

Während all dieser Jahre bewältigten die Kabarettisten zahlreiche pikante und kritische Herausforderungen, wie den Umgang mit Pietät, Sexualität, Religion, Rechtsradikalismus, einer blutigen Operation und ähnlichem mehr. Gerade die Politik entwickelte sich innerhalb der Programme besonders bemerkenswert. Es ist die bunte Mischung, die die Qualität des Programms ausmacht und die schauspielerischen Leistungen, mit denen sich die Texte so richtig entfalten.

In den 10 Jahren wurden weit über 400 Sketche erarbeitet und umgesetzt.

 

Kabarett MIKROKOSMOS - ein absolutes Muss!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Es wächst und gedeiht!"