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HUMOR   -   SATIRE   -   INFOTAINMENT   -   KOMMUNALPOLITIK  - GRAUKOPF-STUDIEN

erstellt am: Kurzfassung des Artikels
21.06.2017 Die Gedanken sind frei
Was wir Menschen tun, machen wir entweder spontan oder bewusst überlegt. Beides wird von unserem Verstand gesteuert, der mehr oder weniger Herr unserer Sinne und Triebe, unserer Ängste und Hoffnungen ist. Echte Spontaneität ist da eher ein Reflex. Mit dem Verstand steuern wir alles, auch unsere Sprache, die das, was wir machen, begleitet. Nun gibt es Menschen, die nichts sagen, wenn sie etwas tun und Menschen, die sehr viel sagen, ohne etwas Vernünftiges zu tun. Beides fällt uns sofort auf und wir werden misstrauisch. Eine nicht übliche Handlungsweise kann allerdings effektiv sein, wenn sie auf Menschen trifft, die damit überrascht werden sollen. Denken hilft hier, denn Gedanken sind frei, kennen also keine Grenzen! Wer erfolgreich nachdenkt, sollte dann aber auch folgerichtig handeln! Ist Nachdenken allerdings nicht erfolgreich, nehmen sehr oft ungewollte Dinge ihren Lauf. >>>mehr
  
  03.06.2017

Verkehrte Welt

Senioren sagt man gern nach, dass sie im Alter wunderlich werden, dass sie unangenehm kritisch sind und dass man mit ihnen nur noch schwer auskommt. Da ist was dran! Aber warum ist das so? Es liegt an mehreren Faktoren. Es liegt vor allen Dingen

  • am Wesen der Personen,

  • der Bildung und der Erziehung,

  • dem sozialen Stand,

  • dem früheren beruflichen Umfeld,

  • den gesammelten Erfahrungen,

  • dem Grad persönlichen Engagements,

  • dem Temperament,

  • der sozialen Ausrichtung,

  • der Diskussions- und Streitkultur,

  • den Charaktereigenschaften und

  • wie sie in Gemeinschaften eingebettet sind.  

>>>mehr

    
  28.05.2017 Lösungswege für Fortgeschrittene
Im Berufsleben begegnet man gelegentlich dem flotten Spruch: "Bringen Sie die Lösung oder sind Sie ein Teil des Problems?" Das ist gar nicht so weit hergeholt. Auf dieser Website wurden bereits mehrmals Zusammenlebensweisen thematisiert, die sich etwas komplizierter gestalten. Die Gründe, warum Komplikationen entstehen, sind so unterschiedlich, wie die Sichten, nach denen sie beurteilt werden. Genauso differenziert verlaufen natürlich auch die Lösungen solcher Komplikationen. Jeder Mensch "tickt"  anders, weshalb er zum eigentlichen Problem werden kann. Landauf landab müssen täglich Lösungsansätze greifen, wenn sich etwas, was aus dem Ruder gelaufen ist, wieder normalisieren soll. Das setzt jedoch voraus, dass Beteiligte überhaupt wollen, dass sich etwas wieder einrenkt. Sehr oft ist es aber das im falschen Moment gesprochene Wort oder die verpasste Gelegenheit, die den Weg endgültig verbauen. Dann liegt es in der Hand düpierter Personen, eine verspätet reumütig gereichte Hand zu ergreifen. Hierzu in aufrichtiger Absicht gebaute Brücken sind jedoch nur so tragfähig, wie das noch vorhandene Vertrauen selbst. Unter dem Strich bleiben große Zweifel, die sich bei jedem noch so kleinen Anlass wieder verstärken. Schließlich hat man es mit Wesenszügen zu tun, die sich nicht von heute auf morgen verändern lassen. Die Erkenntnis: Irgendwann muss jeder den Preis für seine Verhaltensweisen bezahlen. >>> mehr
    
  09.05.2017

Professionalität im Alltag

Nicht nur im Beruf werden Profis reinen Amateuren oder Dilettanten vorgezogen. Auch im Privatleben ist Professionalität geschätzt. Zumindest ist es ratsam, Profis zu beauftragen, wenn die eigene Professionalität nicht ausreicht. Das ist kein persönlicher Makel, sondern eher Weitsicht. Man muss es ja mit der Professionalität nicht übertreiben, wenn es sich nur um belanglose Probleme handelt. Sind die zu lösenden Probleme jedoch komplexer, muss der Profi hinzugezogen werden. Das lässt sich gut an einem Beispiel erläutern.

Jede Immobilie kommt einmal in die Jahre und bedarf einer gründlichen Sanierung. Glücklich können sich der oder die Eigentümer schätzen, wenn die Bausubstanz makellos ist und es nur um einen Farbanstrich geht. Man wählt den Farbton aus, wandert mit einem Gerüst ums Haus, spült alten Staub ab, schmiert einige kleine Risse im Putz zu, Farbe drauf und fertig. Das ist billig und effektiv und sieht bei richtiger Farbgestaltung schön aus. Dafür braucht man - bis auf das Gerüst - eigentlich keinen Profi. Doch die Realität sieht oft anders aus, zum Beispiel, wenn Schäden sichtbar sind, für die man Profis braucht. Um den oder die richtigen Profis zu beauftragen, bedarf es einer professionellen Vorgehensweise, die damit beginnt, dass ein Profi die Schäden begutachtet und einen Lösungsvorschlag erarbeitet, der als Basis für Anfragen in einen Maßnahmenkatalog oder ein Pflichtenheft mündet. Leser, die bis hierher empfinden, dass dies doch völlig logisch ist, mögen mir meine Ratschläge verzeihen. Oft wird diese Vorgehensweise jedoch nicht genutzt. Es empfiehlt sich vielleicht, weiter zu lesen.  >>>mehr

   
  20.04.2017

Ein Ort zum Träumen

So eine Modellanlage wird eigentlich nie fertig, weil immer neue Ideen umgesetzt werden. Wie ich bereits im Februar-Artikel beschrieb, suche ich die perfekte Illusion. Um eine Modellanlage richtig in Szene zu setzen, bedarf es mehrerer Faktoren, die zusammenspielen müssen. Somit bietet sie auch Möglichkeiten der aktionsreichen Dokumentation. Auf meinen Websiten mit den Titeln "Modellbahnspass" und "Slotracing" sind nahezu alle Einzelheiten der Anlage zu sehen. Wesentlich interessanter sind die vertonten Video-Kurz-Filme in HD für den Hausgebrauch. Über einen großen Flachbildschirm präsentiert, liefern sie eine nahezu perfekte Rennatmosphäre, wie man sie vom Besuch bekannter Motodrome kennt. Typische Lautsprecherdurchsagen und Rennkommentierungen in den Tribünenbereichen, authentische Renngeräusche und Kamerafahrten mit Action-Kameras verfehlen ihre Wirkung nicht. Besucher sehen so mehr Details, die sie drekt mit den Dioramen der Anlage vergleichen können. Neben dem Zeppelin der Firma Goodyear wird in den nächsten Tagen über der Modellanlage noch ein Fesselballon erwartet, der im passenden Maßstab gar nicht so einfach zu beschaffen war. Natürlich wird auch dieser noch angepasst, damit er einen lokalen Bezug erhält. Der Raum mit der Modellanlage ist inzwischen eine kleine Welt für sich mit gepflegter Atmosphäre. Während andere Modellanlagen oft ein Dasein im Keller oder auf Dachböden fristen, ist diese Anlage Teil meines direkten Wohnbereichs. Man gönnt sich ja sonst nichts!   >>>mehr

  03.04.2017 Linke Stiefel
Die Redewendung "linker Stiefel" umschreibt einen Zustand, bei dem einfach nichts passt. Leider erkennen wir "linke Stiefel" oftmals zu spät, erst, wenn wir uns damit befassen. Deshalb ist es gut, sie sich generell gut anzusehen, ehe man mit ihnen große Schritte geht. Man sollte weniger auf die Form, den Schnitt und die Aufmachung achten, sondern auf das Material und dessen anspruchsvolle Verarbeitung. Bei komischen Stiefeln ist doppelte Vorsicht geboten. Durch den Träger können sie recht schnell einen falschen Tritt bekommen haben. Stiefel, die unpassend erscheinen, weil sie aus einem anderen Umfeld kommen und stärker zum Treten als für den auftrechten Gang benutzt wurden, sind normalerweise gut zu erkennen. Fatal ist, wenn man sich trotz aller Bedenken trotzdem einen dieser linken Stiefel anzieht und dann erst nach dem rechten Stiefel sucht, damit ein vernünftiges Paar (Schuhe) daraus wird. Man hüpft zum Gespött der Mitmenschen auf einem Bein herum und es wäre wirklich besser, die alten Schuhe wieder anzuziehen, um das Schauspiel zu beenden. Letztendlich will man doch weiterhin souverän von seinen Mitmenschen empfunden werden und selbst wieder sicherer und erhabener durchs Leben schreiten. Hat man sich viele Jahre souverän gezeigt, ist doch die Irritation mit dem linken Stiefel unpassend. Das muss man allerdings verstehen, um es zu begreifen.  >>>mehr
           
  12.02.2017 Perfekte Illusion en miniature
Auf der Suche nach innerer Ruhe helfen interessante Hobbies. Im Gegensatz zu reinen Mitmach-Aktivitäten suchen quirlige Menschen Betätigungen, in denen sie sich kreativ entfalten können. Der Wunsch, etwas außergewöhnliches zu gestalten und dabei mehrere persönliche Stärken zu nutzen, kommt von innen heraus und wächst irgendwann zum absoluten Muss. Eines dieser Möglichkeiten ist der Modellbau. Auf Dachböden, in Kellern oder im direkten Wohnbereich kann man Modellanlagen finden, die zum kreativen Mittelpunkt ihrer Besitzer wurden, so auch bei mir. Seit Ende 2015 baue ich eine Miniaturwelt im Maßstab 1:32 auf, deren Kernthema der Motorsport ist. Diese Welt setzte ich in Bezug zu meiner Heimatstadt Maintal, der ich einige historische und interessante Gebäude widmete. So sind auf der Anlage das historische Hochstädter Rathaus, das historische Rathaus Wachenbuchen, markante Fachwerkhäuser, das Hochstädter Schützenhäuschen und vieles mehr zu finden. Die Anlage taufte ich auf den Namen "Das Maintal MOTODROM" und kreierte eine gleichnamige Website. Zum Jahreswechsel feierte ich das 1-jährige Bestehen, dem ich ebenfalls eine Website widmete. Wer sich für meine Aktivitäten interessiert, findet dort interssante Anregungen. Inzwischen haben einige meiner Leser die Möglichkeit genutzt, die Anlage zu besichtigen und sie wurden nicht enttäuscht. >>>mehr
   
  23.01.2017

Innere Ruhe finden

Den Start ins neue Jahr beginnen viele Menschen mit guten Vorsätzen. Sie werden von Hoffnungen getragen, die sich leider viel zu selten erfüllen. Der Grund ist oftmals, dass uns die innere Ruhe fehlt. Anstatt zu reflektieren und aus Erfahrungen richtige Schlüsse zu ziehen, ist der immer neue Versuch, alten Taktiken und Vorgehensweisen endlich zum Erfolg zu verhelfen, die Quelle einer Unruhe, die unter dem Strich immer unzufriedener macht. Besonders hilflos fühlen wir uns, wenn wir dreist vorgehenden Mitmenschen gegenüber stehen, deren Dummheit die Triebfeder ihres Tuns ist. Ihre Unfähigkeit zur Reflexion und zum Erkennen von Ursachen und Wirkungen wird nur durch ihr Bewusstsein getoppt, auf dem richtigen Weg zu sein. Sie finden innere Ruhe in der Dunkelheit ihres Bewusstseins.

Ganz anders geht es Menschen, die immer neue Antworten auf Erfahrungen finden und die zielführendsten Erkenntnisse konsequent umsetzen. Ihr Fundus an Ideen und Kreativität schafft die innere Ruhe, aus der heraus sich Zufriedenheit generiert. Es ist sinnvoll, immer einen Schritt voraus zu sein, wenn man dem Leben gewachsen sein will. Dazu sind mehr Gedanken notwendig, als sie diejenigen zu produzieren imstande sind, die nur impulsiv oder affektiv reagieren. Von solchen Menschen geht eine latente Primitivität aus, die es intelligenten Menschen sinnlos erscheinen lässt, mit ihnen in einen sinnvollen Dialog einzutreten. Gänzlich falsch wäre es jedoch, sich der Übermacht borniert daher kommender Dummheit zu beugen.   >>>mehr

    

31.12.2016
Gute Vorsätze
Das Jahresende ist stets ein Anlass, darüber nachzudenken, was im abgelaufenen Jahr richtig war und was falsch lief, um zu guten Vorsätzen oder endgültigen Konsequenzen zu kommen. Dabei ist Selbstkritik angebracht, denn Situationen entstehen nie grundlos. Die Fähigkeit, komplexe von banalen Zusammenhängen zu trennen, kann für Klarheit sorgen. Sind solche Denkprozesse in Gemeinschaften nur einseitig vorhanden, beziehungsweise nicht übergreifend möglich, so werden wohl dauerhaft endgültige Konsequenzen greifen. Was nicht zusammenpasst, sollte getrennte Wege gehen. Die Folgen sind klare Abgrenzungen auf gemeinsam genutzten Feldern und konsequentes Handeln, wenn Grenzen überschritten werden. In Eigentumswohnanlagen spielt die gemeinsam beschlossene Hausordnung eine wichtige Rolle. Sie sollte alle Felder abdecken, die einer Regelung bedürfen und muss so abgefasst sein, dass auch sozial nur schwach integrierte Bewohner nicht nur Orientierungshilfen, sondern klare Regelungen vorfinden. Oftmals werden dennoch Sachverhalte nicht begriffen, behördliche Vorschriften ignoriert oder die Regeln gegenseitiger Rücksichtnahme missachtet. Als Miteigentümer schwebt man aber nicht im rechtsfreien Raum, denn Eigentum verpflichtet.  >>>mehr
  
  13.12.2016 Lächeln im Abendrot
In der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel werden in der Lokalzeitung, in Werbepostillen, Wochenzeitungen und den sozialen Medien wieder Fotos platziert, die Personen oder Personengruppen zeigen, die mit der Anwesenheit von Begrüßungsdamen oder -onkeln geehrt werden. Zu Wahlkampfzeiten und bei ganzjähriger falsch verstandener Öffentlichkeitsarbeit ist das gleiche Phänomen zu beobachten. Bei dieser Inflation der Ehrungen stellt sich die Frage, was solche Aktionen, wirklich wert sind. Ehrungsgesten wirken natürlich umso fader, wenn bei den Ehrenden  im Amt keine eigentlich erwarteten Leistungen zu erkennen sind. Das Gewicht einer Ehrung ist ein Vergleich mit den Ehrenden. Sind deren Leistungen oder deren Ansehen hoch, hat eine Ehrung ein großes Gewicht. Der Umkehrschluss ist angebracht. Bei Maintals neuer Bürgermeisterin fällt das besonders auf. Maintals hauptamtliche Begrüßungsdame gehört bekanntlich keiner Partei an, womit sie sich irgendwie in einer politikfreien Zone befindet, also auf dieser Website gleichen Namens goldrichtig ist. Ihr Haupteinsatzgebiet scheint derzeit das Repräsentieren und das Moderieren zu sein. Einarbeitungstechnisch scheint ihr Wirken einer abgespeckten und dennoch endlosen Verwaltungslehre zu gleichen. Außenstehende vermuten das Übel im Kreis ihrer Berater. Nach den Ereignissen der Stadtverordnetenversammlung vom 12. Dezember 2016 besteht der Verdacht, dass sie von ihrem Umfeld direkt in ihren Untergang hineinberaten wird. Bei den Haushaltsberatungen äußerte sie sich extrem abfällig über die Fraktionen und deren Arbeit, so dass sie im Parlament von allen Seiten gewaltig gerügt wurde. Die Chance einer Gegenrede, die zur Klarstellung oder Entschuldigung hätte dienen können, nutzte sie nicht. Parallelen zur Abwahl der einstigen Bürgermeisterin Dorothee Diehl sind inzwischen nicht mehr zu übersehen. >>>mehr
    
  01.11.2016 Mikrokosmos startet durch
Die Spannung stieg unmittelbar vor den fünf Veranstaltungen des lokalen Kabaretts MIKROKOSMOS am 29. und 30. Oktober und 4., 5. und 6. November 2016 im  Evangelischen Gemneindehaus Hochstadt. Bereits am Donnerstag, dem 27. Oktober verwandelte sich der große Saal erneut in eine Kleinkunstbühne mit kompakter Besucherbestuhlung. In diesem Jahr wurde die Bühne wieder umgestaltet, damit moderne Visualisierungstechniken noch besser zur Wirkung kommen und die Bühne besser genutzt werden kann. Dabei ergab sich eine optische Verbreiterung der Bühne mit besten Blickverhältnissen auf allen Besucherplätzen. Die Kabarettisten optimierten ebenfalls die Bühnenbeleuchtung und die Tontechnik. An der bisher nicht besonders körpergerechten Bestuhlung wurden nun Rückenkissen angebracht, denn die Besucher sollen die Auftritte ungetrübt genießen. >>> mehr
     
  10.10.2016 Eigentum verpflichtet
Eigentumswohnungen werden aus ganz unterschiedlichen Gründen erworben. Eine große Gruppe der Eigentümer bewohnt die Immobilien selbst, eine zweite Gruppe sieht darin ein Renditeobjekt und vermietet. Somit müssen sich Eigentümer und Mieter gut arrangieren, wie es in der Hausordnung die "gegenseitige Rücksichtnahme" vorsieht. Ein wichtiger Faktor ist das, was die Eigentümer an Verhaltensweisen vorleben, denn Mieter haben sich unbedingt an die Hausordnung zu halten, wenn sie keine Kündigung riskieren wollen. Es ist allerdings ein absoluter Irrtum, dass sich alle Eigentümer beispielhaft korrekt verhalten. Dazu müssten sie die Maxime "Eigentum verpflichtet" begriffen und übernommen haben. Man kann sogar annehmen, dass sich einige Eigentümer als frühere Mieter für den Kauf einer Eigentumswohnung entschieden, weil sie wegen ihren Gewohnheiten als Mieter Probleme hatten und glaubten, ihr störendes Verhalten als Eigentümer weiterhin, jedoch ohne Konsequenzen ausleben zu können. Wo das der Fall ist, leidet die ganze Eigentumswohnanlage, wenn dem nicht entschlossen entgegengetreten wird. Einige Fehlverhalten lösen nämlich einen Nachahmungseffekt aus, dem andere Eigentümer und Mieter verfallen können. Darunter können sogar Mitglieder des Verwaltungsbeirats sein, die eigentlich die Hausordnung besonders konsequent vorleben müssten. Hier, wie in den anderen Fällen, ist die soziale Integration am neuen Ort offensichtlich noch nicht vollzogen. Es wird nun offensichtlich, dass sie für das Ehrenamt des Verwaltungsbeirats ethisch nicht qualifiziert sind und waren.  >>>mehr
   
  01.10.2016 Feinschliff bei MIKROKOSMOS
Mikrokosmos auf der Website "politikfreie Zone"? Das ist grenzwertig, weil Politik eines der Standbeine des Kabaretts ist. Heute soll es aber nicht um Politik im Kabarett gehen, sondern um die besondere Ausrichtung auf lokales Kabarett. Wie auch das diesjährige Motto "Was waaß dann ich?!" zeigt, sollen die Programme vermitteln, was die aktiven Satiriker und Humoristen verarbeiteten, als sie "dem Volk auf's Maul schauten". Dabei werden nicht nur Themen aufgenommen, die in aller Munde sind, sondern auch viele zwischenmenschliche Situationen, in denen sich die Besucher offen oder insgeheim wiederfinden können. Wichtig ist den Kabarettisten, dass die Themen etwas im Kopf der Besucher auslösen. Allzu oft geschehen Dinge, von denen die Täter annehmen, dass sie oder die Auslöser unbemerkt bleiben. Umso lehrreicher ist es, sich ertappt zu fühlen. Werden sogar Namen genannt, wie das in der Politik der Fall sein kann, so ist die Anwesenheit der Genannten ein besonderes Erlebnis für Besucher.  >>>mehr
   
  26.09.2016 Tabula rasa
In meinem Garten im Fechenheimer Mainbogen hat das allerletzte Kapitel begonnen und die  "Renaturierung" ist fast beendet. Umso mehr das Zerstörungswerk um sich greift, desto unsinniger kommt mir die Aktion vor. Unter dem Strich bleibt eigentlich nur grüner ökologischer Schwachsinn übrig. Wenn das, was ich jetzt mache, eine "Renaturierung" ist, dann frage ich mich, welche Art von Natur ich da gerade zerstöre und was an der Natur, die jetzt entstehen wird, besser sein soll.
Das Pflegen von Nutzgärten und Feldern innerhalb von Retensionsflächen war schon immer sinnvoll, weil sich bei Hochwasser fruchtbare Sedimente ablagerten, die genutzt werden konnten. Der Bereich, in dem mein Garten liegt, ist deshalb in allen Plänen bewusst als "Grabeland" ausgewiesen. Jahrhunderte lang lohnte sich das Bewirtschaften, ohne dass sich die Wirkung des natürlichen Polders veränderte. Einzig die massive Ausbeutung der Böden durch Monokulturen und die damit verbundene hohe Belastung durch Düngemittel rechtfertigen eine "Renaturierung" als Korrektur. >>>mehr
   
  11.09.2016 Wie dumm dürfen Einkäufer sein?
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rgendwann hat das ja kommen müssen! Einige Zulieferer der Automobilindustrie wehren sich nun heftig gegen die ruinösen Geschäftspraktiken ihrer Kunden. Seitdem Jose Ignacio Lopez die Versorgungsstrategie und damit die Welt der Einkäufer dieser Branche umkrempelte, haben offensichtlich weniger talentierte Einkäufer die Karre an den Baum gefahren. Das Ende der mangels strategischen Talents ersatzweise angezogenen Daumenschrauben scheint erreicht! Die Unternehmen bauten entsprechend der neuen Philosophie die Fertigungstiefe immer weiter ab und verlagerten sie zu ihren Lieferanten. Das wirkte sich technisch und logistisch positiv aus, denn die besten Lieferanten für Baugruppen entwickeln heute übergreifend und liefern pünktlich bestellte Lösungen, die ihren Preis - aber auch ihren Wert haben. Das haben einige Einkäufer scheinbar noch nicht begriffen.
  
  22.08.2016 Miniaturwelt in Hochstadt
Seit dem Jahreswechsel nimmt Modellbau auf dieser Homepage einen breiteren Raum ein, weil ich ihn nach langer Zeit wiederentdeckt habe. Wie bereits an anderer Stelle berichtet, bringt mir dieses Hobby unendlich viel Spaß. Auf meiner Modellbahn gehen mir jedoch langsam die Flächen zum Gestalten aus. Große Modelle von Gebäuden werden in nächster Zeit wohl nicht entstehen. Also perfektioniere ich das bereits Bestehende. So werde ich mich jetzt mit der Beleuchtung der Modellbahn befassen, damit ich mit dem Umlegen eines Schalters vom Tag- in den Nachtmodus gelange. Nun habe ich das Problem, das Wissen über LEDs und Steuerungstechnik aufzustocken. Lämpchen und Birnchen früherer Zeiten sind out. Hier muss ich auch in Werkzeug investieren, damit ich das Löten und das Heißkleben besser bewältigen kann. Den Möglichkeiten sind dann keine Grenzen mehr gesetzt, wenn man von der finanziellen Seite einmal absieht. Anspruchsvoller Modellbau hat nun mal seinen Preis!   >>>mehr
  
  21.08.2016 Es reicht nun wirklich!
Maintals Lokalzeitung besteht eigentlich aus nur sechs kommunalen Seiten und wenn man all die persönlich als uninteressant empfundenen lokalen Inhalte einschließlich Werbung und Eigenwerbung abzieht, im Schnitt maximal aus einer einzigen Seite Inhalt, die wirklich interessiert. Das scheinen aber nur die Leser zu wissen. Jetzt wäre das ja durchaus zu verschmerzen, wenn es nicht die kostenlosen Wochenzeitungen und Anzeigenblätter gäbe, in denen die meisten Artikel ebenfalls völlig unverändert erscheinen würden, weil sie aus fremden Federn stammen und nicht von aktiven Redakteuren, die unabhängig recherchieren und Themen aufbereiten. So liest man kaum kommentierte einseitige Sichten, allmonatlich Geburtstagslisten aller möglichen Vereine, religiöse oder pseudophilosophische Botschaften und Beiträge, die vermitteln, dass Kinderbelustigungen, Feste, Wandern und Ausflüge in einer Stadt mit 40.000 Einwohnern das wahre Leben seien. Journalistisch gesehen ist das ein Trauerspiel! Es fehlt den Lesern an der Bindung an die Lokalzeitung, die für sie thematisiert, was interessant und brisant ist. Die Leser erwarten, dass die Lokalzeitung überall dort präsent ist, wo etwas passiert, gerade, weil viele Leser selbst einen  nur noch kleinen  Aktionsradius haben und nur aus der Zeitung erfahren können, was Maintal bewegt.  >>>mehr
   
  20.08.2016 Zeitmanagement im Alter
Der Begriff "Zeitmanagement" ist nicht nur im Berufsleben ein wichtiges Element persönlicher Organsation. Im Ruhestand ist es allerdings nicht so leicht, mit den gleichen Mitteln zum Ziel zu kommen, weil es jetzt kaum gelingt, Aufgaben und Arbeitspakete zu delegieren. Die alles bestimmende Einheit ist jetzt die Zweisamkeit des Lebensbundes. Hier entscheidet sich die Verteilung des häuslichen Gesamtpaketes. Das kann für den Einzelnen unangenehm sein, wenn die Kräfteverhältnisse in der Partnerschaft ungleich verteilt sind. Ungleichverhältnisse können die Folge von Dominanzen, aber auch von gesundheitlichen Problemen oder gar von beidem sein. Hier sind Lösungen gefragt. Hinzu kommen Einflüsse und Arbeitspakete, die man sich durch die Übernahme sogenannter Ehrenämter oder über Vereinsaktivitäten einhandelte. Hier lassen sich Elemente des Zeitmanagements etwas besser umsetzen, weil die Strukturen oftmals denen der Arbeitswelt ähneln. Ein ganz wesentlicher Faktor ist, ob man in all diesen Strukturen Chef, Macher, Starkleister, Mitläufer, Befehlsempfänger oder nur Handlanger ist. Besonders schlimm ist es, wenn man aus irgendwelchen Gründen in einem System regelrecht gefangen ist. Es gibt außerdem im Ruhestand zwei absolut gegenläufige Faktoren - die langsam abnehmende Leistungsfähigkeit und die Last aller Verpflichtungen - , die irgendwann zum Handeln zwingen. Die Folgen können durchaus gravierend sein.  >>>mehr
   
  15.08.2016 Warum denn das?
Seit dem Jahr 1992 betreibe ich meine Homepage und 2004 begann ich damit, die Maintaler Kommunalpolitik zu thematisieren. Heute wird es einige Leser verwundern, dass sie seit dem Jahresende 2015 kein Wort mehr über jene Kommunalpolitik lesen, die ich ganzjährig intensiv begleitete und für die ich unglaublich viel Zeit investierte. Nach nunmehr 8 Monaten kommunalpolitischer Abstinenz möchte ich eine kurze Bilanz ziehen, was ich mit meiner Entscheidung verlor und was ich dafür (zurück-)gewonnen habe. Wenn hierbei doch die Kommunalpolitik gestreift wird, so ist das eine Ausnahme, die nur der Erlkärung dient. Die Frage "Warum denn das?" bezieht sich auf meine zum Jahresende getroffene Entscheidung, sowohl der Kommunalpolitik als auch jeglichen Wirkens des Magistrats thematisch den Rücken zu kehren. Bei der Beantwortung muss ich mehrere Facetten ansprechen. Zunächst möchte ich zu meiner Motiviation Stellung nehmen, die mir über ein Jahrzehnt suggerierte, Maintals Bürgern müsste die Kommunalpolitik viel stärker nähergebracht werden, damit qualifizierter gewählt werden kann und die Wahlbeteiligung steigt.   >>> mehr

   



Warum denn das?

Seit dem Jahr 1992 betreibe ich meine Homepage und 2004 begann ich damit, die Maintaler Kommunalpolitik zu thematisieren. Heute wird es einige Leser verwundern, dass sie seit dem Jahresende 2015 kein Wort mehr über jene Kommunalpolitik lesen, die ich ganzjährig intensiv begleitete und für die ich unglaublich viel Zeit investierte. Nach nunmehr 8 Monaten kommunalpolitischer Abstinenz möchte ich eine kurze Bilanz ziehen, was ich mit meiner Entscheidung verlor und was ich dafür (zurück-)gewonnen habe. Wenn hierbei doch die Kommunalpolitik gestreift wird, so ist das eine Ausnahme, die nur der Erlkärung dient. Die Frage "Warum denn das?" bezieht sich auf meine zum Jahresende getroffene Entscheidung, sowohl der Kommunalpolitik als auch jeglichen Wirkens des Magistrats thematisch den Rücken zu kehren. Bei der Beantwortung muss ich mehrere Facetten ansprechen. Zunächst möchte ich zu meiner Motiviation Stellung nehmen, die mir über ein Jahrzehnt suggerierte, Maintals Bürgern müsste die Kommunalpolitik viel stärker nähergebracht werden, damit qualifizierter gewählt werden kann und die Wahlbeteiligung steigt.

Erklärungsversuch

Die Maintaler Kommunalpolitik wirkte nach meinem damaligen Empfinden viel zu sehr im Verborgenen und war stets bemüht, Transparenz zu verhindern. Dies wollte ich ändern und neben der örtlichen Presse eine absolut unabhängige Informationsquelle bieten. Das Genre Satire und Infotainment setzte ich ein, um Politik interessant und provokant zu verpacken. Es sollte Interesse wecken und zum Nachdenken anregen. Das war und blieb jedoch eine Illusion, eine Seifenblase, die vom Magistrat und der Kommunalpolitik nach Kräften zum Platzen gebracht wurde.

Weder die Presse noch politische Kreise erkannten den positiven Ansatz und Maintals Bürger und viele weniger gut informierte Kommunalpolitiker verschliefen diese Möglichkeit der Information. Sie waren mit dem Grad der Information einverstanden, den man ihnen aus eigenen Quellen zubilligte. Die politische Kultur liegt in Maintal inzwischen erschreckend am Boden. Irgendwann musste ich erkennen, dass ich mit meinem Engagement ein totes Pferd ritt. Einer, der den Nutzen meiner Berichterstattung erkannt hatte und meine Aktivitäten schätzte, war und ist der Stadtverordnetenvorsteher.

Extrem ignorant verhielt sich die örtliche Presse, womöglich, weil auch sie von mir immer wieder kritisch beurteilt wurde. Dass meine Artikel nur ein satirisch aufgefrischtes Konzentrat der ernstzunehmenden öffentlichen Meinung war, entging wohl der nur Pressemeitteilungen wiederkäuenden Redaktion. Deren Defizite beim ernsthaften Recherchieren  und bei der fehlenden Kommentierung trotz besserem Wissen war nun mal der krasse Gegensatz zu meiner Homepage. Das Einstellen meiner über ein Jahrzehnt dauernden Aktivität war dem TAGESANZEIGER kein einziges Wort wert. Das spricht eine klare Sprache.

Das Maß war bei mir voll, als der hoffnungsvoll gestartete Bürgerhaushalt mit ersten Ansätzen zur Transparenz und echter Bürgerbeteiligung von der Stadtverwaltung ausgebremst und im Folgejahr als reines Mittel zur Steuer- und Abgabenerhöhung zweckentfremdet zum Einsatz kam, die Arbeit des Stadtleitbildprozesses über eine bezahlte Gruppe nahezu ahnungsloser Bürgerinnen und Bürger ausgehebelt wurde und man das zielgerichtet moderierte Arbeitsergebnis  als tolles "Bürgergutachten" feierte. Zuvor wurde bereits wegen der bevorstehenden Bürgermeisterwahl und der Kommunalwahl das Maintal-Forum abgeschaltet, damit in der Folgezeit möglichst wenig Öffentlichkeit zu befürchten war. Den Ekel holte ich mir allerdings, als all das auch noch öfffentlich gefeiert wurde.

Heute muss ich über jede lauthals gelieferte Beteuerung angeblich bestehender Transparenz und ehrlicher Bürgerbeteiligung laut lachen. Nie waren bei diesem Thema so viele Böcke als Gärtner unterwegs - und alle von unbedarften Bürgern und Stadtverordneten gewählt!!! Das ertrug ich nicht mehr.

Ein Ende ist auch immer ein neuer Anfang

Gab es in politischen Kreisen Anfang des Jahres noch die Meinung, "der wird bald wieder schreiben, denn der kann gar nicht anders", so war das wohl ein großer Trugschluss. Sie sind sich bis heute der Tragweite ihres verschlagenen Handelns nicht bewusst. Heute tragen die Fraktionen ihre Wahrnehmungsschlachten über die Presse und soziale Medien aus, damit sie den Bürgern, die sich schon lang nicht mehr für ihre Kapriolen interessieren, bis zu den nächsten Wahlen zumindest in Erinnerung bleiben. Man müsste vor Wahlen sonst wieder bei Null anfangen.

Was politisch interessierte Bürger zu ihren mehr oder weniger qualifizierten Machenschaften zu sagen haben, erfahren sie nicht mehr, denn die Veranstaltungen der Parteien meiden die Bürger. Viele Jahre war ich auf solchen Veranstaltungen die einzige parteilose Person. Nun verbringe ich meine Zeit wesentlich sinnvoller und nutzbringender.

Paradigmenwechsel war erfolgreich

Natürlich führte die Einstellung meiner aktiven kommunalpolitischen Bewusstmachung zu einigen Veränderungen in meinem Zeitmanagement. Seit geraumer Zeit passe ich die Intensität meiner Aktivitäten meiner sich altersbedingt verändernden Leistungsfähigkeit an. Einige Aktivitäten wirkten bisher wegen ihrer motivierenden Wirkung leistungsfördernd, andere dagegen wie Starkzehrer. So gesehen geriet die Begleitung der Kommunalpolitik wegen ihrer demotivierenden und leistungszehrenden Wirkung auf die Abschussliste. Der dann folgende persönliche Paradigmenwechsel führte zu der Wiederaufnahme von lange Zeit vernachlässigten Betätigungen, die direkt auf Freude und Zufriedenheit abzielten. Genau das trat dann ein und ich frage mich heute, warum ich mich so lang mit der Kommunalapolitik befasst habe. Man lernt halt dazu!

Jetzt interessiert mich, was ich noch ändern kann und muss, um noch zufriedener zu werden. Natürlich will ich mich nicht nur auf mich selbst konzentrieren. Solange ich Teil verschiedener Aktivitäten und Projekte bin, kann ich meinen Mitmenschen noch dienlich sein und selbst Freude dabei empfinden. Das Maß aller Dinge  wird allerdings die Freude und die Zufriedenheit sein, die ich empfinde. Reine Pflichterfüllung war gestern!

Was auf dieser Seite in Zukunft zu lesen sein wird, wird keineswegs unpolitisch sein.
Maintaler Kommunalpolitik kann jedoch nicht mehr dazu gehören.

Veröffentlicht am 12.08.2016







 
Teure Alternative

Über das Berichtssystem der Stadt Maintal können alle Fakten der Sitzungen abgerufen werden, um über die Konsequenzen politischen Handelns informiert zu sein. Das ist die Transparenz, die man den Bürgern bietet. Darüber hinaus gibt es die recht teuere Lösung des Informierens, die das StaPa-TV bietet. Damit können Sitzungen im Wortlaut mitverfolgt oder nachrecherchiert werden. Auch hier gilt für Maintals Bürger in abgewandeltet Form die Weisheit, dass das Besitzen einer Badewanne Zivilisation, das Benutzen jedoch Kultur ist. Genau diese politische Kultur fehlt den meisten Bürgern und leider auch vielen Protagonisten der Politik.

Aus diesem Grund platzierte ich am 16. August 2016 folgenden Leserbrief im Maintal TAGESANZEIGER:

 

LESERBRIEF zum Disput ums StaPa-Fernsehen
 
Mit gemischten Gefühlen las ich die Sichtweise von Martin Fischer zum Stadtparlaments-Fernsehen und die Stellungnahmen anderer Kommunalpolitiker. Zwölf Jahre lang thematisierte ich auf meiner Homepage die Maintaler Kommunalpolitik, besuchte unzählige Stadtverordneten-versammlungen und Ausschusssitzungen, war oft die einzige parteilose Person auf Versammlungen und nahm an Bürgerbeteiligungsprozessen teil, um die Bürger kompetent für Kommunalpolitik zu interessieren. Ende 2015 gab ich meine Bemühungen frustriert auf, weil weite Kreise der Maintaler Kommunalpolitik ein Problem damit hatten, dass ihre strittigen Vorgehensweisen transparenter wurden. Sie betrieben sogar, dass das Maintal-Forum vor den beiden für Maintal so wichtigen Wahlen  geschlossen wurde.


Maintals Parteien machen während der Legislaturperiode, geradezu was sie wollen, was sie untereinander absprechen und was über Mehrheitsverhältnisse durchsetzbar ist. Der Bürgerwille findet sich sehr oft in ihren Entscheidungen nicht wieder. Als absolut unabhängige Internetzeitung mit kritischer Sichtweise lasen sich meine Artikel anders als die meist unkommentierten Pressemitteilungen, die eher einseitige Parteiensichten vermitteln. Das Interesse an Kommunalpolitik veränderte sich durch mehr Öffentlichkeit leider nicht. Daran wird auch das Stadtparlaments-Fernsehen nichts ändern.
Es ist - wie auch ich heute weiß - eine ambitionierte Idee, mehr aber auch nicht. Interessant ist das Thema erst, seit Boris Kreuter für die SPD kandidierte. Genau das ist aber der Knackpunkt einer unabhängigen Berichterstattung. Bei der Aufzeichnung und Übertragung aktueller Sitzungen kann zwar nur festgehalten werden, was passiert. Ein begleitendes Parlamentsjournal ist jedoch eine ganz andere Sache. Hier muss man als Redakteur absolut unabhängig sein.


Mich persönlich kann heute kein Politiker mehr davon überzeugen, dass er, seine Fraktion oder die Gremien an mehr Transparenz interessiert sind. Die CDU thematisiert das sogar offen, weil sie weiß, wovon sie spricht. Wenn das bezahlte StaPa-Fernsehen eingestellt wird, wird kein Hahn danach krähen, es sei denn er profitiert davon. Es ist die politische Kultur Maintals, die an der Wirkungslosigkeit solcher Initiativen schuld ist.
 
Klaus Klee








Zeitmanagement im Alter

Der Begriff "Zeitmanagement" ist nicht nur im Berufsleben ein wichtiges Element persönlicher Organsation. Im Ruhestand ist es allerdings nicht so leicht, mit den gleichen Mitteln zum Ziel zu kommen, weil es jetzt kaum gelingt, Aufgaben und Arbeitspakete zu delegieren. Die alles bestimmende Einheit ist jetzt die Zweisamkeit des Lebensbundes. Hier entscheidet sich die Verteilung des häuslichen Gesamtpaketes. Das kann für den Einzelnen unangenehm sein, wenn die Kräfteverhältnisse in der Partnerschaft ungleich verteilt sind. Ungleichverhältnisse können die Folge von Dominanzen, aber auch von gesundheitlichen Problemen oder gar von beidem sein. Hier sind Lösungen gefragt. Hinzu kommen Einflüsse und Arbeitspakete, die man sich durch die Übernahme sogenannter Ehrenämter oder über Vereinsaktivitäten einhandelte. Hier lassen sich Elemente des Zeitmanagements etwas besser umsetzen, weil die Strukturen oftmals denen der Arbeitswelt ähneln. Ein ganz wesentlicher Faktor ist, ob man in all diesen Strukturen Chef, Macher, Starkleister, Mitläufer, Befehlsempfänger oder nur Handlanger ist. Besonders schlimm ist es, wenn man aus irgendwelchen Gründen in einem System regelrecht gefangen ist. Es gibt außerdem im Ruhestand zwei absolut gegenläufige Faktoren - die langsam abnehmende Leistungsfähigkeit und die Last aller Verpflichtungen - , die irgendwann zum Handeln zwingen. Die Folgen können durchaus gravierend sein.

Das Gefühl der Notwendigkeit

Das Handeln wird generell von der erkannten Notwendigkeit zum Handeln bestimmt. Menschen, die immer passiv waren, betrifft das natürlich nicht, weil sie nie die Notwendigkeit verspürten, freiwillig Leistungen zu erbringen. Aktive Menschen dagegen werden von ehrenamtlichen Aktivitäten förmlich angezogen. Wer etwas kann, ist gefragt und wenn sich die Interessen treffen, kommt es zu einer Zusammenarbeit, die schnell zu einer Verpflichtung wird. Ein Blick in die Runde nach einer gewissen Zeit zeigt, ob und wie sehr man dabei allein gelassen wird. Einige Zeitgenossen genießen förmlich, dass die Arbeit von Anderen gemacht und Verpflichtungen übernommen werden und sie sind pünktlich wieder zugegen, wenn die Früchte großer Einzelleistungen geerntet werden. Es kommt beim Leistungsträger dann zu ersten kritischen Fragen, die oftmals dazu führen, dass er sich Zug um Zug von ehrenamtlichen Funktionen abwendet. Sich für Andere aufzureiben, ist nun mal keine Notwendigkeit, sondern ein Akt der Abwägung, ob sich so etwas auch persönlich lohnt.

Bremsen für "Macher"

Ein effektives Zeitmanagement besteht aus reservierten Zeiträumen für Arbeitspakete. Umso kostbarer der Faktor Zeit ist, desto kritischer muss die Zeitabwägung für einzelne Pakete erfolgen. Davon sind besonders Senioren betroffen, deren Restlaufzeit kostbar ist. Es ist ganz wesentlich, dass vorstrukturierte Arbeitsergebnisse in solchen Zeiträumen auch wirklich erzielt werden. Geschieht das nicht, sind weitere Zeiträume erforderlich, die sehr oft eigentlich gar nicht zur Verfügung stehen.

Echte "Macher" sehen sowohl den Weg als auch das Ziel sehr genau vor sich. Aus diesem Grund verlassen sie sich auch ungern auf schwachmotivierte oder übermotivierte Mitstreiter. Damit haben sie die Zeit und das Ergebnis selbst im Griff. Einige Arbeitspakete sind jedoch nur gemeinsam zu stemmen. Hat der "Macher" pech, trifft er auf Bremser, die mangels Durchblick versuchen, Einfluss derart zu nehmen, dass das Ergebnis nicht vollumfänglich errreicht werden kann. Das führt immer wieder zum Stopp einer Sache. Der zweite und der dritte Anlauf benötigt dann wesentlich mehr Energie, weil immer wieder ein Anschub notwendig ist. Das kann soweit gehen, dass der Macher alles hinwirft.

Die richtige Selbsteinschätzung ist wichtig

Während des Lebens verändert sich permanent die Leistungsfähigkeit, auch wenn wir das erst im Alter deutlich merken. Als gegenläufiger Einfluss verändern sich auch der Leistungsdruck auf uns selbst. Entweder wirken berufliche An- und Überforderungen aus oder wir kommen in private Situationen, die uns an den Rand unserer Leistungsfähigkeit bringen. Es sind aber auch die freiwilligen Aufgaben und Ämter, die als Verpflichtung wirken und uns jeglichen Freiraum nehmen. Man kann nur das leisten, zu was man imstande ist. Alles, was darübner hinaus geht, geht auf die Gesundheit, das innere Gleichgewicht und die Zufriedenheit. Mit der Devise "Augen zu und durch" können solche Probleme dauerhaft nicht gelöst werden. Man muss das, was man leistet, der jeweiligen Leistungsfähigkeit anpassen. Mehr noch - man muss für Freiräume sorgen, in denen sich wieder Reserven aufbauen können. Hier hilft nur die richtige Selbsteinschätzung.

Den Kalender mal ganz anders führen

Die folgenden Ratschläge sind für agile und aktive Senioren gedacht. Menschen, die das Leben so nehmen, wie es gerade kommt, werden damit nichts anfangen können. Jeder Tag unseres Lebens hat eine Grundlast, die wir berücksichtigen müssen. Diese besteht aus den alltäglichen Abläufen der Hausarbeit, Notwendigkeit von Pflegemaßnahmen, Einkäufen und Entsorgungstätigkeiten. Diese sollten als Zeitpakete im Kalender eingetragen werden. Digital geht das ganz prima, denn wenn ein Termin hinzu kommt, kann man die bereits eingetragenen Pakete ohne großen Aufwand schieben. Nur so entsteht ein wirkliches Bild der Netto-Zeit, die zur Verfügung steht. Zu Beginn wirken diese immer wiederkehrenden Zeitpakete bedrückend, weil sie uns vorher nicht bewusst waren. Da alle Termine und Arbeitspakete zeitlich festgelegt werden, lassen sie sich der veränderten Leistungsfähigkeit anpassen. Dadurch sind wir nicht mehrt im Irrglauben, alles weiterhin so zu schaffen, wie wir es immer gewohnt waren. Dabei akzeptieren wir uns selbst und ziehen aus dem gegenüber unserem Kalender abweichenden wirklichen Zeitaufwand die richtigen Schlüsse. Starkleister, die sich solcher Hilfen nicht bedienen, werden sich immer wieder überfordern. Das gilt es zu verhindern!

Veröffentlicht am 20.08.2016



































Beispiel:

  08.00 Frühstück
  09:00 Tagesroutine
  10:00 Einkäufe
  11:00 Kochen
  12:00 Mittagessen
  13:00  
  14:00  
  15:00 Arzttermin
  16:00  
  17:00  
  18:00  
  19:00 Sitzung im Verein
  20:00  
  21:00 Fussballspiel TV
  22:00  

Freie Zeiten sind sichtbar,
über weitere Termine kann entschieden werden.




Es reicht nun wirklich

Maintals Lokalzeitung besteht eigentlich aus nur sechs kommunalen Seiten und wenn man all die persönlich als uninteressant empfundenen lokalen Inhalte einschließlich Werbung und Eigenwerbung abzieht, im Schnitt maximal aus einer einzigen Seite Inhalt, die wirklich interessiert. Das scheinen aber nur die Leser zu wissen. Jetzt wäre das ja durchaus zu verschmerzen, wenn es nicht die kostenlosen Wochenzeitungen und Anzeigenblätter gäbe, in denen die meisten Artikel ebenfalls völlig unverändert erscheinen würden, weil sie aus fremden Federn stammen und nicht von aktiven Redakteuren, die unabhängig recherchieren und Themen aufbereiten. So liest man kaum kommentierte einseitige Sichten, allmonatlich Geburtstagslisten aller möglichen Vereine, religiöse oder pseudophilosophische Botschaften und Beiträge, die vermitteln, dass Kinderbelustigungen, Feste, Wandern und Ausflüge in einer Stadt mit 40.000 Einwohnern das wahre Leben seien. Journalistisch gesehen ist das ein Trauerspiel! Es fehlt den Lesern an der Bindung an die Lokalzeitung, die für sie thematisiert, was interessant und brisant ist. Die Leser erwarten, dass die Lokalzeitung überall dort präsent ist, wo etwas passiert, gerade, weil viele Leser selbst einen  nur noch kleinen  Aktionsradius haben und nur aus der Zeitung erfahren können, was Maintal bewegt.

Ist wirklich nichts los in unserer Stadt?

Natürlich wollen wir alle, dass Maintal eine leibenswerte Stadt ist, in der wenig Verbrechen stattfinden, die ausnahmslos von verantwortungsvollen selbstlos handelnden Politikern regiert und gestaltet wird und in der es dem überwiegenden Teil der Bevölkerung gut geht. Liest man all das nicht, was nicht in der Zeitung steht, könnte man meinen, dieses Ziel sei erreicht und das Baby des Jahres, Antworten auf Fragen an Scheinprominente, Geburtstagslisten, Wanderfotos und viele bunte Bildchen seien das einzige Beiwerk, das jetzt noch zum Glück fehlt. Ach ja, da sind ja auch noch die Artikel der Parteien und Fraktionen, in denen steht, was man in Sitzungen den Bürgern verkaufen wollte, wenn sie da gewesen wären. Auch das, was man sagen wollte, wenn man rechtzeitig daran gedacht hätte. Das Salz in der Suppe sind oftmals die Leserbriefe, denen man allerdings Anmerkungen verpasst, dass sie nicht die Meinung der Redaktion darstellen, wie sie übrigens unter jedem übernommenen Artikel stehen müssten. Diese Anmerkung ist der Schlüssel zum gesamten Dilemma der Lokalzeitung: Sie hat keine eigene Meinung und greift kaum brisante Themen auf.

Zeitungszustellung mangelhaft

In früheren Zeiten war die Zeitungszustellung für Abonnenten höchst selten gestört. Wenn doch, genügte ein Anruf und die Zeitung war kurz darauf im Briefkasten. Heute ist die Zustellung ein Lotteriespiel - zumindest in der Philipp-Weber-Straße und im Luisantring. Ein Anruf in Hanau bewirkt außer dem Angebot einer Gutschrift absolut nichts. Üblich ist die Frage, ob denn die Zeitung von anderer Seite entwendet wurde. Bei vier Zeitungen im gleichen Haus ist das schwer vorstellbar. Ich frage mich, was der Zusteller mit all den Zeitungen macht, die er nicht zustellt und warum der Verlag so wenig Kundenbindung hat, dass er nicht an der Zufriedenheit der Kunden interessiert ist. Es wird wohl ein Führungsproblem sein.

Nach der dritten nicht erfolgten Zustellung innerhalb weniger Tage habe ich den Maintal TAGESANZEIGER nun abbestellt, wie es viele Freunde und Bekannte bereits seit geraumer Zeit machten. Über 40 Jahre war er mir ein täglicher Begleiter. Heute kann ich bedenkenlos darauf verzichten.

Veröffentlicht am 21.08.2016




              


 
Miniaturwelt in Hochstadt

Seit dem Jahreswechsel nimmt Modellbau auf dieser Homepage einen breiteren Raum ein, weil ich ihn nach langer Zeit wiederentdeckt habe. Wie bereits an anderer Stelle berichtet, bringt mir dieses Hobby unendlich viel Spaß. Auf meiner Modellbahn gehen mir jedoch langsam die Flächen zum Gestalten aus. Große Modelle von Gebäuden werden in nächster Zeit wohl nicht entstehen. Also perfektioniere ich das bereits Bestehende. So werde ich mich jetzt mit der Beleuchtung der Modellbahn befassen, damit ich mit dem Umlegen eines Schalters vom Tag- in den Nachtmodus gelange. Nun habe ich das Problem, das Wissen über LEDs und Steuerungstechnik aufzustocken. Lämpchen und Birnchen früherer Zeiten sind out. Hier muss ich auch in Werkzeug investieren, damit ich das Löten und das Heißkleben besser bewältigen kann. Den Möglichkeiten sind dann keine Grenzen mehr gesetzt, wenn man von der finanziellen Seite einmal absieht. Anspruchsvoller Modellbau hat nun mal seinen Preis!

Die Realität ist das Vorbild

Demnächst treffe ich mich mit einem Modellbahnbauer, der sich auf meiner Homepage informierte und mir sein eigenes Projekt bereits vorstellte. Sofort setzte bei mir der "Ja, aber - Reflex" und das Erkennen von Möglichkeiten ein, als ich die Potenziale der Anlage sah. Mit Interesse sah ich aber auch, wie grundverschieden man vorgehen kann und wie nah oder fremd man sich an der Realität orientieren kann. Ehe man mit dem Ausbau einer Modellanlage anfangen kann, muss natürlich das Grundkonzept stehen. Dieses muss funktional und attraktiv sein. Man muss für die Umsetzung zwischen allen Handicaps den kleinsten Nenner finden. Eine Ausnahme bilden exakte maßstäbliche Rekonstruktionen, die auch im Original Schwächen haben. Dort ist die Kopie das Ziel und nicht die Funktionalität.

Der Maßstab ist das größte Problem, denn man muss den vorhandenen Platz und das, was man umsetzen will, miteinander in Einklang bringen. Bei Modelleisenbahnen gibt es verschiedene Spurweiten, auch in sehr kleinen Maßstäben. Damit lassen sich großräumige Anlagen auf engstem Raum verwirklichen. Bei Autorenbahnen gibt es nur den Maßstab 1:32 und 1:24. Das schränkt die Möglichkeiten gewaltig ein und bereitet beim maßstabgerechten Zubehör Beschaffungsprobleme. Vieles muss deshalb selbst hergestellt werden.

Steht das Konzept dann und funktioniert die Technik einwandfrei, beginnt der Ausbau der Anlage. Bestehendes muss farblich und der Wirklichkeit eingepasst werden. Leider gehen die Modellbaufirmen einen recht einfachen Weg, denn sie liefern zum Beispiel Fahrbahnen für Rennbahnen generell tiefschwarz mit gestrichelten Mittellinien, obwohl gar kein Gegenverkehr möglich ist. Das Anlegen der Fahrbahnen in einem aspahltähnlichen Stein-Farbton und das Aufbringen von typischen Fahrbahnverfärbungen kommen der Realität wesentlich näher.

    

Wichtig ist auch eine funktionale Infrastruktur, die den passenden Rahmen zum Thema der Anlage unterstützt. Das Maß aller Dinge sind jedoch die Figuren, die zu jedem Detail den Größenbezug und die Funktion herstellen. Hier ist unendlich viel Zeit und Geduld nötig, denn auch das bekommt man nicht immer so, wie es benötigt wird. Bäume, Hecken, Sträucher, Blumenwiesen und Unkraut verdeutlichen den dargestellten Pflegezustand des Objekts und die Attraktivität eines Teil-Dioramas.

Lokaler Bezug ist immer wieder reizvoll, denn er zeigt, was möglich wäre, wenn mehr geschehen würde. Aber auch der liebevoll kritische Umgang mit tollen Grafitties im Stadtgebiet schafft Identifikation. Es gilt, Leben in die Modfelllandschaft zu bringen. Mit handelsüblichen Accessoires gelingt das nicht immer optimal. Hier zeigt sich der ideenreiche Umgang mit Materialien, um sie in Illusionen zu verwandeln. Der PC und der Drucker sind unerlässlich.
Viele Modellbauarbeiten sind aufreibend und gelegentlich eintönig. So zum Beispiel die Herstellung von historischem Kopfsteinpflaster oder die Abbildung der Kanalisation.

Wichtigster Effekt ist die Freude und die Zufriedenheit über gelungene Dioramen, aber auch der Ansporn, Dinge zu verbessern, die bisher noch nicht so optimal gelangen. Jede Verfeinerung der Technik weckt neue Begehrlichkeiten. Es muss immer weiter gehen!

Wer sich für mein Hobby interessiert, sollte folgende Links anklicken:
Modellbahnspass und Rathaus Hochstadt


Veröffentlicht am 22.08.2016















 
 
Wie dumm dürfen Einkäufer sein?


Irgendwann hat das ja kommen müssen! Einige Zulieferer der Automobilindustrie wehren sich nun heftig gegen die ruinösen Geschäftspraktiken ihrer Kunden. Seitdem Jose Ignacio Lopez die Versorgungsstrategie und damit die Welt der Einkäufer dieser Branche umkrempelte, haben offensichtlich weniger talentierte Einkäufer die Karre an den Baum gefahren. Das Ende der mangels strategischen Talents ersatzweise angezogenen Daumenschrauben scheint erreicht! Die Unternehmen bauten entsprechend der neuen Philosophie die Fertigungstiefe immer weiter ab und verlagerten sie zu ihren Lieferanten. Das wirkte sich technisch und logistisch positiv aus, denn die besten Lieferanten für Baugruppen entwickeln heute übergreifend und liefern pünktlich bestellte Lösungen, die ihren Preis - aber auch ihren Wert haben. Das haben einige Einkäufer scheinbar noch nicht begriffen.

Entwickeln die Autobauer selbst, sieht man am Beispiel Abgasskandal, was dabei herauskommt. Dieser Industriezweig hat ein Manager- und ein Managervergütungsproblem. Der Streik einiger Zulieferer von Schlüsselelementen brachte jetzt die VW-Produktion zum Erliegen, um ein Zeichen zu setzen. So etwas war früher undenkbar und auch heute spricht man - wenn auch etwas zaghafter - vom Todesurteil für Zulieferer. Heute machen fremdbezogene Baugruppen nämlich den eigentlichen technischen Wert eines Automobils aus, denn die Karosserien werden Dank der Windkanäle immer einfallsloser. Kunden kaufen heute Markennamen, Qualität und auch die Qualität der Zulieferer der Automobilindustrie. Zusammenschrauben dürfte nicht die ganz große Kunst sein. Dennoch bleibt der Löwenanteil der Gewinne bei den Automobilfirmen und nicht bei den Zulieferern. Wie dumm muss ein Einkäufer und die gesamte Führungsebene sein, wenn sie mit primitiven Strategien ihre besten Zulieferer in den Ruin treiben?

In meiner langjährigen Berufserfahrung auf dem Beschaffungssektor erkannte ich schon sehr früh, dass das beste Geschäft gegeben ist, wenn beide Partner zufrieden sind. Der Grundgedanke des neuen Versorgungskonzepts zielte ursprünglich auf die Bündelung von Kompetenzen und die übergreifende Auslastung teuerer Herstelltechnik zu beiderlei Nutzen ab. Es galt, auf beiden Seiten überflüssigen Aufwand zu beseitigen, um Kosten zu reduzieren. Dazu muss man sehr tief in die Details gehen und als den Prozess moderierender Einkäufer sehr viel Wissen und Sachverstand besitzen. Irgendwann ist ein Prozess technisch austherapiert und Einkäufer müssen neue Wege gehen. Hier ist Talent und Können gefragt. Mit jährlich wiederkehrenden Rabatterhöhungs- oder Preisreduzierungskampagnen ohne substanzielle beiderseitige Verbesserung treiben unterqualifizierte Einkäufer die Zulieferer in den Ruin. Sie schlachten die Kuh, die sie melken wollen.

Woher kommt das?

In Führungsebenen setzen sich die Bezüge aus dem Gehalt und aus Erfolgsprämien zusammen. Oft sind die Prämiensyteme dreigeteilt. Ein Teil ist an den gesamten Unternehmenserfolg, ein Teil an das Ergebnis des jeweiligen Unternehmensbereichs und ein Teil an das Erreichen persönlicher Zielvereinbarungen geknüpft. Es müssen also Ziele gesetzt werden, die man zu erreichen gedenkt. Bei fehlenden direkt bezifferbaren Einsparungen besteht die Kunst der Argumentation darin, die geldwerten Leistungen deutlich zu machen, die im partnerschaftlichen Umgang mit Lieferanten erzielt werden. Am Besten lässt sich das am Ungang mit Monopolisten verdeutlichen. Ein Monopolist ist der Verteiler einer begehrten Ware ohne nenneswerte Konkurrenz. Seine Kapazitäten - also Angebot und Nachfrage -  bestimmen den Preis und wer welche Mengen erhält. Der Einkäufer muss die Zufriedenheit des Monopolisten fördern, um bevorzugter bedient zu werden. Ein Konflikt würde zum Ausschluss als Kunde führen. Monopolist wird man auch, wenn man Kernkompetenzen erwirbt, die für das Produkt eines Kunden lebenswichtig sind. Genau das ist bei VW geschehen. Man muss schon ein wenig irre sein, wenn man das nicht begriffen hat und sich nicht entsprechend verhält. Das Verhalten ist nur so zu erklären, dass zu hoch gesetzte Ziele nicht erreichbar waren und VW einigen Lieferanten die Pistole auf die Brust setzte.

Nun scheint es ja eine Einigung zu geben. Über das Ergebnis hüllt man sich auf beiden Seiten in Schweigen. Was auch immer das Verhandlungsergebnis war, VW und Mitwettbewerber werden nicht umhin kommen, ihre Strategie zu ändern und möglicherweise wieder eine größere Fertigungstiefe anzustreben, um sich aus der Monopolsituation zu befreien. Wie so oft in der Deutschen Wirtschaft rächte sich die Missachtung althergebrachten Denkens. Die Entwicklung war dennoch nicht falsch, ihr fehlte nur der unternehmerische Anstand.  Unternehmen sollten Einkäufer, die um dieses hohe Gut nicht kämpfen, in die Wüste schicken, denn sie haben nicht begriffen, um was es wirklich geht.

Veröffentlicht am 11.09.2016
 





 
Tabula rasa

In meinem Garten im Fechenheimer Mainbogen hat das allerletzte Kapitel begonnen und die  "Renaturierung" ist fast beendet. Umso mehr das Zerstörungswerk um sich greift, desto unsinniger kommt mir die Aktion vor. Unter dem Strich bleibt eigentlich nur grüner ökologischer Schwachsinn übrig. Wenn das, was ich jetzt mache, eine "Renaturierung" ist, dann frage ich mich, welche Art von Natur ich da gerade zerstöre und was an der Natur, die jetzt entstehen wird, besser sein soll.
Das Pflegen von Nutzgärten und Feldern innerhalb von Retensionsflächen war schon immer sinnvoll, weil sich bei Hochwasser fruchtbare Sedimente ablagerten, die genutzt werden konnten. Der Bereich, in dem mein Garten liegt, ist deshalb in allen Plänen bewusst als "Grabeland" ausgewiesen. Jahrhunderte lang lohnte sich das Bewirtschaften, ohne dass sich die Wirkung des natürlichen Polders veränderte. Einzig die massive Ausbeutung der Böden durch Monokulturen und die damit verbundene hohe Belastung durch Düngemittel rechtfertigen eine "Renaturierung" als Korrektur.

Radikale Ökologen und grüne Dilettanten


Angesichts des landwirtschaftlichen Raubbaues und der Zerstörung des empfindlichen Ökosystems im Fechenheimner Mainbogen ist es durchaus zu begrüßen, dass ein Teil des Ökosystems früherer Jahre wieder hergestellt wird. Sogar das Ausbaggern des Altmains quer durch den Mainbogen und das langfristige Wiederherstellen der Feuchtwiesen macht Sinn. Warum aber die fruchtbaren Gärten der Planung zum Opfer fallen, bleibt das Geheimnis grüner Phantasten, die unter "Renaturierung" eigentlich die Verwahrlosung gepflegter Nutzflächen verstehen. Keine der bereits "renaturierten" Flächen wurden für das Ökosystem attraktiver, wie man auf nebenstehendem Bild sieht. Sie werden einfach sich selbst überlassen. Die grünen Dilettanten schwärmen dabei von "Auenwälden" und bestücken sie mit minderwertigem Holz, das regelmäßig in sich zusammenbricht und verfault. Brombeeren und wilder Holunder dominieren und zerstören die gepflegten Obstbäume, die schnell von Pilzen befallen werden. Es entsteht der Eindruck, dass Phantasieren mit den Händen in den Taschen bei den grünen Planungsdilettanten im Vordergrund steht.

Blindgängergefahren beim Rückbau

Wie die nebenstehende Luftaufnahme aus dem Jahr 1945 zeigt, fielen im Mainbogen und speziell im Bereich, der gerade renaturiert wird,  viele Fliegerbomben, die seinerzeit für Offenbach bestimmt waren. Auf dem Bild sind nur die Bombenkrater der wirklich explodierten Bomben zu sehen . Vor einigen Jahren wurden fünf Blindgänger vom Kampfmittelräumdienst geborgen, die beim Umpflügen an die Oberfläche gerieten. Was noch im Boden liegt, ist also nicht bekannt. Sollten es Sprengbomben sein, wäre größte Vorsicht geboten.

Da ich mich beim Verkauf des Gartens verpflichtete, das Fundament der seit ca. 100 Jahren dort stehenden Hütte  zu entfernen, bat ich das Liegenschaftsamt der Stadt Frankfurt um Auskunft, ob mit einer Blindgängergefahr in diesem Bereich zu rechnen sei, weil Presslusfthämmer zum Einsatz kommen. Das Liegenschaftsamt erkannte ein solche Gefahr jedoch nicht und riet mir, doch selbst über den Kampfmittelräumdienst Untersuchungen einzuleiten, wenn ich verunsichert sei. Die  würden allerdings zu meinen Kosten erfolgen. Meine Sorge galt aber nicht Kampfmitteln, die direkt unter meinem ehemaligen Grundstück liegen könnten, sondern außerhalb der Gärten. Eine Explosion infolge der Erschütterungen könnte ungeahnte Folgen haben. Den Beamten der Stadt Frankfurt als Eigentümer der umliegenden Grundstücke zeigten sich sorglos. Luftbildauswertungen würden jedoch Sicherheit bringen, die angebracht wäre. Schließlich sind im Mainbogen gewaltige Erdbewegungen geplant. Nun lasse ich das Fundament trotz latenter Gefahr zerkleinern und abtragen. Die Unbedarftheit und Pasivität im Amt finde ich jedoch erschreckend.

Fragwürdige Rechtslage

Wie die Luftaufnahme zeigt, befanden sich 1945 insgesamt 6 Hütten in diesem Bereich, die allesamt mit festen Fundamenten gegen die Zerstörungskraft des regelmäßig wiederkehrenden Hochwassers gesichert waren. Sie wurden immer wieder ausgebessert, weil sie Risse bekamen. Ob dafür Genehmigungen existierten, kann heute nicht mehr nachvollzogen werden, weil Fechenheim 1926 nach Frankfurt eingemeindet wurde und alte Akten nicht mehr existieren. In Zeiten, in denen Menschen stärker den gesunden Menschenverstand als tröge Vorschriften benutzten, dienten solche sinnvollen baulichen Notwendigkeiten ausschließlich dem Zweck und nicht der Beschäftigung eines überquellenden Verwaltungsapparats.

Viele heutige Bestimmungen und Verordnungen wurden zudem erst viel später erlassen und die Frage des Bestandsschutzes wurde bei der Grüngürtel-Planung liederlich gehandhabt. Die Untere Naturschutzbehörde duldete jahrzehntelang die scheinbar nicht den Bestimmungen entsprechenden Hütten. Selbst der Wiederaufbau nach dem Großbrand 2006 fand nicht das Interesse der Behörde. Man ließ es einfach geschehen, obwohl die heute greifenden Planungen bereits im Gang waren. Wirkliche Bürgernähe sieht anders aus! Hier werden jetzt nicht nur völlig unsinnig hohe private Werte vernichtet, sondern auch die Ergebnisse unzähliger Arbeitsstunden. Historische Gegebenheiten  wurden ebenfalls einfach irgnoriert.

Die "Renaturierung", die die Grundlage für die Umsetzung der monströsen Planungen im Fechenheimer Mainbogen sein soll, geht voll zu Lasten der Grundstücksbesitzer. Der Verlust aller getätigten Investitionen und die Abrisskosten übersteigen erheblich den Verkaufserlös. Entschädigungen wurden nicht gewährt, auch nicht für den Baumbestand, was normalerweise üblich ist. Die Klassifizierung des Geländes als Landschaftsschutzgebiet 2 liefert die Handhabe für die Untere Naturschutzbehörde und wird nun durchgesetzt..

Das System ist raffiniert

Die Untere Naturschutzbehörde und das Liegenschaftsamt arbeiten sehr eng zusammen - leider jedoch gegen die Interessen der Grundstücksbesitzer. Einem Eigentümer des Areals, der nicht zum Verkauf bereit war, sprach das Liegenschaftsamt zum Beispiel ab, auf eigenem Grund zu sein, obwohl er das Grundstück erst vor zwei Jahren rechtmäßig zum dreifachen Preis - als offiziell ausgewiesen - erwarb. Plötzlich zieht man die Erkenntnis aus dem Hut, dass sich die Parzellen über zwei Jahrhunderte nach links (in Fließrichtung des Mains) verschoben hätten. Den Beweis für die Behauptung in Form eines Vermessungsplanes erbrachte das Liegenschaftsamt jedoch nicht. Der Eigentümer soll über eine teuere Vermessung das Gegenteil beweisen, wenn er das möchte. Ein raffinierter Schachzug! Nun muss er sehr aufwendig das total verwilderte Nachbargrundstück räumen und "renaturieren".

Die Stadt Frankfurt profitiert von ihrem Ruf in prozessualen Verfahren, die sich bekanntlich in die Länge ziehen und enorme Kosten verschlingen. Viele städtische Beamten leben so ihre Machtstellung rigoros aus und lassen es auf einen Rechtsstreit ankommen. Die Macht des Stärkeren ist allgegenwärtig.

Bürgerliches Denken und Pflichtbewusstsein

Unter dem Strich liegt das aktive Handeln bei den betroffenen Bürgern und es fällt je nach vorhandenem Pflichtbewusstsein entsprechend gründlich aus, auch wenn vieles unsinnig erscheint. Einmal mehr stehen Bürger rein ethisch gesehen über vielen für sie tätigen städtischen Bediensteten. Pflichtbewusstsein wird dort durch Bequemlichkeit und kleinliche Regelauslegungen ersetzt. Ermessensspielräume werden nicht genutzt. Sie machen sich selbst zu katzbuckelnden Bütteln des Apparats.

Kritisch wird es, wenn umsichtige Bürger mit solchen einspurigen Regelverwaltern zusammentreffen. Auf Einsicht und Kompromisse braucht man dann nicht zu hoffen. Es fehlt bei vielen städtischen Bediensteten einfach das allumfassende Denken. Gut, dass wenigstens die meisten Bürger mit einem gesundem Menschenverstand und Zivilcourage ausgestattet sind. Nur - es hilft ihnen nichts!

Veröffentlicht am 26.09.2016






Gartenparadies vor Beginn der "Renaturierung"









Verwahrloste Nachbarfläche im Besitz der Stadt Frankfurt






Dokumentation 1945 über Bombeneinschläge im Bereich






Historisches gegossenes Fundament ohne Hütte
vor dem Abriss



Der Beton wird zerkleinert aus der Erde geholt


"Renaturierte" Fläche entsprechend den Auflagen


 
Feinschliff bei MIKROKOSMOS

Mikrokosmos auf der Website "politikfreie Zone"? Das ist grenzwertig, weil Politik eines der Standbeine des Kabaretts ist. Heute soll es aber nicht um Politik im Kabarett gehen, sondern um die besondere Ausrichtung auf lokales Kabarett. Wie auch das diesjährige Motto "Was waaß dann ich?!" zeigt, sollen die Programme vermitteln, was die aktiven Satiriker und Humoristen verarbeiteten, als sie "dem Volk auf's Maul schauten". Dabei werden nicht nur Themen aufgenommen, die in aller Munde sind, sondern auch viele zwischenmenschliche Situationen, in denen sich die Besucher offen oder insgeheim wiederfinden können. Wichtig ist den Kabarettisten, dass die Themen etwas im Kopf der Besucher auslösen. Allzu oft geschehen Dinge, von denen die Täter annehmen, dass sie oder die Auslöser unbemerkt bleiben. Umso lehrreicher ist es, sich ertappt zu fühlen. Werden sogar Namen genannt, wie das in der Politik der Fall sein kann, so ist die Anwesenheit der Genannten ein besonderes Erlebnis für Besucher. Längst hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Personen, die nicht im Programm vorkommen, momentan absolut nicht von Bedeutung sind. So steckt in der Kritik natürlich auch die Kritikwürdigkeit, die - da die Kritik auf vertretbare Art vorgetragen wird - gut weggesteckt werden kann.

MIKROKOSMOS ist kein Ort billiger Schelte oder eine Gelegenheit, um Menschen zu diskriminieren. Hier wird dennoch kein Blatt vor den Mund genommen. Das wissen inzwischen alle Besucher zu schätzen. Vier Wochen vor der ersten Vorstellung 2016 hat nun der Feinschliff des Programms, das wieder restlos ausverkauft ist, begonnen.

Sketche werden zu Maßanzügen

Die Autoren der rund 40 Sketche eines Programms schreiben die Texte überwiegend direkt auf ihre Wunschbesetzungen zu. Autoren, die ihre Texte selbst vortragen, haben von Anfang an kein Problem damit, authentisch rüberzukommen. Allen anderen Ensemblemitgliedern müssen die Texte, Gestik und Mimik wie ein Maßanzug angepasst werden. Da die MIKROKOSMONAUTEN auch den heimischen Dialekt pflegen, werden manche Sketche für  Akteure, die dem Dialekt ablehnend gegenüber stehen, zur gewaltigen Herausforderung oder zum Ausschlusskriterium. Auch ist es nicht so einfach, Typen zu verkörpern, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen oder eine eher schlichte Ausdrucksweise haben. Die Angst davor, mit solchen Typen gleichgesetzt zu werden, behindert oft die authentische Verkörperung der Personen. Wird nämlich dabei zu sehr überzeichnet, gleitet ein Sketch ins Komische ab und verfehlt seine geplante Wirkung. Die richtige Besetzung ist wichtig!

Wird ein Sketch absolut realistisch dargeboten, kann es zu Irritationen im Publikum kommen. Das musste vor einigen Jahren ein Ensemblemitglied erfahren, das in seinem Sketch Jung und Alt so authentisch gegeneinander ausspielte, dass sich starke Empörung im Publikum zeigte. Erst als die Irritation aufgeklärt war, wurde der Irrtum erkannt. Für Kabarettisten ist das ein Highlight, besonders, wenn es sich dabei um Personen handelt, die normalerweise nicht so leicht zu irritieren sind. Wichtig ist also, dass der Maßanzug der oder des Vortragenden passt.

MIKROKOSMOS ist kein "Dorfunterhaltungsabend"

Das lokale Kabarett MIKROKOSMOS besteht aus Mitgliedern des Humor-Musik-Vereins "Edelweiß", der 1896 gegründet wurde und der sich nach dem Krieg vornehmlich im Karneval betätigte. Viele Jahre waren die legendären "Dorfunterhaltungsabende" und humoristischen Fastnachtsveranstaltungen das Markenzeichen des Vereins, bei denen es rustikal zuging. Dass aus diesen Aktivitäten jemals zusätzlich eine Kabarettgruppe hervorgehen könnte, die dennoch nicht die karnevalistischen Aktivitäten vernachlässigt, ist eine besondere Leistung. Das Elexier zur Umsetzung hieß "lokales Kabarett". Hier wird nicht gängiges Kabarett kopiert, sondern der Bezug zur Heimatstadt, zu den Bürgern und der Politik hergestellt, ohne jedoch die große politische Linie aus den Augen zu verlieren. In diesem Jahr nähern sich die Mikrokosmonauten dem 500. Sketch aus eigener  Feder. Das muss ihnen erst einmal jemand nachmachen!

Nebenstehend finden Sie einen kleinen Bilderbogen von Auftritten der letzten Jahre. Die Besucher haben sich bereits daran gewöhnt, dass das Bühnenbild immerwieder verändert wird. In diesem Jahr können die Besucher auf eine weitere Veränderung gespannt sein, die die Möglichkeiten der Darbietung erweitert..

  

Im Publikum sitzen immer noch ältere Besucher, die die Dorfunterhaltungsabende im Hinterkopf haben. Dort wurde ebenfalls immer wieder dem Volk aufs Maul geschaut und was dabei herauskam, humoristisch parodiert. MIKROKOSMOS ist jedoch das veredelte Produkt, das in der Region große Beachtung findet.

Im letzten Jahr bekam MIKROKOSMOS von der Stadt Maintal einen Kulturpreis verliehen, dem die Truppe auch in diesem Jahr mit fünf Auftritten gerecht zu werden versucht. Das Programm ist hochaktuell, sozialkritisch, politisch und die auflockernden humoristischen Teile des Programms gut getroffen. Mit dem jetzt begonnenen Feinschliff des Programms sollte erneut ein einmaliges unvergessliches Erlebnis gesichert sein. Auch wenn zunächst alle Auftritte ausverkauft sind, so ergeben sich immer wieder Möglichkleiten, Karten zu erhalten. Eine dieser Möglichkeiten kann sich über eine Jubiläumsveranstaltung des Maintaler GLOBUS-Marktes ergeben, der einige der begehrten Karten als Preise abgeben wird. Ich wünsche allen Besuchern einen unterhaltsamen Abend.

Veröffentlicht am 01.10.2016

 



  

  

 

 

 




Kulturpreis 2016
 

Eigentum verpflichtet
 
Eigentumswohnungen werden aus ganz unterschiedlichen Gründen erworben. Eine große Gruppe der Eigentümer bewohnt die Immobilien selbst, eine zweite Gruppe sieht darin ein Renditeobjekt und vermietet. Somit müssen sich Eigentümer und Mieter gut arrangieren, wie es in der Hausordnung die "gegenseitige Rücksichtnahme" vorsieht. Ein wichtiger Faktor ist das, was die Eigentümer an Verhaltensweisen vorleben, denn Mieter haben sich unbedingt an die Hausordnung zu halten, wenn sie keine Kündigung riskieren wollen. Es ist allerdings ein absoluter Irrtum, dass sich alle Eigentümer beispielhaft korrekt verhalten. Dazu müssten sie die Maxime "Eigentum verpflichtet" begriffen und übernommen haben. Man kann sogar annehmen, dass sich einige Eigentümer als frühere Mieter für den Kauf einer Eigentumswohnung entschieden, weil sie wegen ihren Gewohnheiten als Mieter Probleme hatten und glaubten, ihr störendes Verhalten als Eigentümer weiterhin, jedoch ohne Konsequenzen ausleben zu können. Wo das der Fall ist, leidet die ganze Eigentumswohnanlage, wenn dem nicht entschlossen entgegengetreten wird. Einige Fehlverhalten lösen nämlich einen Nachahmungseffekt aus, dem andere Eigentümer und Mieter verfallen können. Darunter können sogar Mitglieder des Verwaltungsbeirats sein, die eigentlich die Hausordnung besonders konsequent vorleben müssten. Hier, wie in den anderen Fällen, ist die soziale Integration am neuen Ort offensichtlich noch nicht vollzogen. Es wird nun offensichtlich, dass sie für das Ehrenamt des Verwaltungsbeirats ethisch nicht qualifiziert sind und waren.
 
Das Erscheinungsbild einer Immobilie
 
Für die Wohnqualität und den Wert einer Immobilie ist das Erscheinungsbild ganz wesentlich. Man könnte sagen: "Sage mir, wo Du wohnst und ich sage Dir, wer Du bist." Wie allgemein bekannt ist, schauen sich Interessenten für Immobilien und natürlich auch Mieter das Umfeld genau an und interessieren sich auch über die soziale Situation und das Zusammenleben der Hausbewohner. Ein erster Eindruck wird über den Eingangsbereich gewonnen. Das Aussehen der Briefkästen und der Klingelschilder gibt erste Auskünfte über die Bewohner und deren Art, wie sie die vorhandene Infrastruktur nutzen. Das gilt auch für andere Bereiche. Werden z.B. Fahrradkeller, die bei Eigentumswohnanlagen Standard sind, auch wirklich genutzt oder stehen die Fahrräder vor dem Haus? Sind Verkehrsflächen wirklich frei? Welche Müllentsorgungskultur ist sichtbar? Auch das Aussehen der Außenanlage verrät viel über die Bewohner. Im Treppenhaus wird recht genau registriert, wie sich die Bewohner an die Hausordnung halten und wie es um die gegenseitige Rücksichtnahme bestellt ist. In den Kellerfluren und -räumen offenbart sich vollends die Ordnung außerhalb der Wohnungen und der Umgang mit der Sicherheit. Beim Verlassen der Immobilie genügt ein Blick auf Balkone und Hauswände, um den Eindruck abzurunden. Es ist auch kein Geheimnis, dass sichtbar angebrachte Satellitenempfangsschirme einige Rückschlüsse ermöglichen. Eigentümer möchten grundsätzlich, dass neue Hausbewohner - ob Eigentümer oder Mieter -  zu den bisherigen Bewohnern passen. Verändert sich das Niveau der Bewohner, gleitet eine Immobilie schnell in vielerlei Hinsicht ab. Diese Erfahrung müssen heute leider viele Eigentümer machen.
 
Reglementierung oder freie Lebensart?
 
Wo die allzu freie Lebensart von Bewohnern mit ihren negativen Auswirkungen, wie Unordnung, Rücksichtslosigkeit und Streitlust hinführt, kann man sich leicht vorstellen. Wer sich diesen Personen in den Weg stellt, um die Grenzen der Toleranz aufzuzeigen, wird schikaniert und bekämpft, diffamiert und als Spießer bezeichnet. Bei erheblichen Altersunterschieden und unterschiedlich ausgeprägter Lebenserfahrung ist irgendwann eine Verständigung auf Basis von Einsicht nicht mehr möglich. Wenn die gegenseitige Rücksichtnahme nicht mehr greift, muss ersatzweise die Hausordnung zur Anwendung kommen. Reicht diese zur Regelung aller nicht explizit aufgeführten Punkte nicht aus, so muss die Hausordnung enger gefasst werden. Dies schränkt korrektes Verhalten nicht zusätzlich ein, greift aber bei den von der Eigentümergemeinschaft festgestellten Unzumutbarkeiten. Nach einiger Zeit der konsequenten Umsetzung der Hausordnung kann durchaus wieder Normalität eintreten. Leider ist das jedoch nicht immer der Fall.

 

Veröffentlicht am 10.10.2016







"Alles so treiben lassen?"





Liste, mit erfolgten Änderungen,
wenn man nichts unternimmt...
  MIKROKOSMOS startet durch



 
Die Spannung stieg unmittelbar vor den fünf Veranstaltungen des lokalen Kabaretts MIKROKOSMOS am 29. und 30. Oktober und 4., 5. und 6. November 2016 im  Evangelischen Gemneindehaus Hochstadt. Bereits am Donnerstag, dem 27. Oktober verwandelte sich der große Saal erneut in eine Kleinkunstbühne mit kompakter Besucherbestuhlung. In diesem Jahr wurde die Bühne wieder umgestaltet, damit moderne Visualisierungstechniken noch besser zur Wirkung kommen und die Bühne besser genutzt werden kann. Dabei ergab sich eine optische Verbreiterung der Bühne mit besten Blickverhältnissen auf allen Besucherplätzen. Die Kabarettisten optimierten ebenfalls die Bühnenbeleuchtung und die Tontechnik. An der bisher nicht besonders körpergerechten Bestuhlung wurden nun Rückenkissen angebracht, denn die Besucher sollen die Auftritte ungetrübt genießen.

Im Fokus stand auf der terminlichen Zielgeraden natürlich der neue Bühnenaufbau. Bereits vor Wochen entstand das neue Bühnenteil in der Werkstatt von Wilhelm Walzer und die alten verbleibenden Elemente wurden optisch aufgefrischt, um sie dem neuen Gesamtbild anzupassen. Auf der Bühne mussten diese Elemente dann zusammengefügt und versteift werden, damit sie vielfältigen Einflüssen standhalten und allen Sicherheitsbelangen genügen. Beim dekorativen Teil, der hauptsächlich aus drei getrennt bedienbaren Vorhängen besteht, war das Dämpfen der Stoffbahnen nicht ganz problemlos, um die während der zwölfmonatigen Lagerzeit entstandenen Falten zu beseitigen. Dank der großen Bandbreite der Fertigkeiten der Personen des Aufbauteams konnte auch diese Hürde gut genommen werden. Am Ende der Aufbauphase begeisterte dann das Gesamtergebnis. Nun musste es nur noch dem Publikum gefallen.

Immer noch Luft nach oben

Bereits vor den Veranstaltungen waren während der vielen Proben deutliche Steigerungen bei den Vortragenden zu erkennen. Bei einigen der neueren Ensemblemitgliedern war sprichwörtlich "der Knoten geplatzt" und sie liefen zur Hochform auf. Wenn die Texte erst einmal beherrscht werden, die Inhalte der Sketche verinnerlicht sind und das richtige Bühnengefühl ereicht ist, ist das die logische Folge. Die Autoren der Sketche durchleben dabei ein Wechselbad der Gefühle, denn die Akteure passen die Texte individuell an, damit sie authentisch rüberkommen. So manche ausgefeilte Wortfolge und so manches Element erlebte mehrere Wandlungen, bis sie passten.

Eine weitere Komponente ist die Anpassung der langjährigen Erfahrung mit dem örtlichen Publikum an das Programm. Die Besucher müssen bereits innerhalb weniger Sekunden im Thema sein und auch ohne spezielle Kenntnisse eines Sachverhalts wissen, worum es geht. Die große Bandbreite des Publikums ist dabei nicht unproblematisch, weil der Stoff einem Teil der Besucher zu fremd und einem anderen Teil nicht scharf genug sein könnte. Ebenfalls entscheidend ist die persönliche Einstellung der Akteure zum jeweiligen Sachverhalt. Einige Themen werden von Akteuren sogar gemieden oder stark modifiziert, um sie selbst vertreten zu können. Kabarettisten schreiben nun mal härter und direkter, weil sie überzeichnen wollen, um Denkanstöße zu geben. Die Akteure gehen natürlich nur bis zu einber gewissen Grenze darauf ein. Kabarett ist nun mal kein Theater, in dem wortgetreu vorgegebene Rollen gespielt werden, wobei man sich immer auf den Autor des Theaterstücks berufen kann. Man muss schon selbst dahinter stehen.

Betrachtet man das lokale Kabarett MIKROKOSMOS unter örtlichen Wettbewerbsbedingung, so muss man den Hochstädter Kabarettisten eine beachtliche Leistung bei der Jugendarbeit sowie der Förderung von Talenten bescheinigen. Es werden nur Personen ins Kabarett berufen, die entsprechende Grundvoraussetzungen mitbringen. Deren Weiterentwicklung ist dennoch oftmals ein langer Weg. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen, wie die diesjährigen Aufführungen beweisen.

Veröffentlicht am 01.11.2016
   
Sprachlos verblüfft


Nachdem die ersten beiden Veranstaltungen gelaufen sind, soll mit Rücksicht auf die Zuschauer der drei noch folgenden Aufführungen nicht allzu viel verraten werden. Vielleicht sind aber die Eindrücke interessant, die ich selbst als Teil des Teams empfand, der ich nicht mehr auf der Bühne stehe.

Als Autor von Sketchen und Monologen ist die erste Veranstaltung der Zeitpunkt, an dem sich zeigt, ob die Themen ankommen, der Wortwitz und satirische Formulierungen zünden, Gestik, Mimik und Ausdruckskraft stimmen, also die Rollen personell richtig verteilt sind. Erst wenn Rollen "gelebt" werden, kommen sie überzeugend rüber. Nach der Generalprobe am Tag vor dem ersten Auftritt lagen die entscheidenden Erkenntnisse noch nicht vor, weil die Publikumsreaktion fehlte. Umso gespannter wurde der erste wirklich Auftritt erwartet - auch von den Akteuren selbst, die hohe Ansprüche an sich stellen. Würde alles reibungslos klappen? Ist die Mischung der Programmnummern perfekt? Welche Nummer wird abfallen, welche grandios ankommen? Und der wichtigste Test: "Ist das Publikum gut drauf?"

Als sich Nummer an Nummer reihte und nahezu alle ausgefeilten Elemente "zündeten", stellte sich ein nie erwartetes Hochgefühl ein, das alle Ensemblemitglieder beflügelte. Dies war bei jeder Programmnummer deutlich spürbar. Auch wenn das Publikum rund 40 teilweise heftige Themensprünge erlebte, es genoss förmlich die Satiren, den manchmal beißenden, manchmal ironischen Humor, mit dem die Geschehnisse und Sachverhalte auf die Schippe genommen wurden. Das war allein der grandiosen Leistung jedes einzelnen Akteurs und der Aufmerkssamkeit des Publikums zu verdanken.

Im Kabarett stehen natürlich auch Personen des öffentlichen Lebens im Fokus, wie die neue Bürgermeisterin. So wurden die Erwartungen, die ihre Wählerinnen und Wähler an sie hatten und das, was sie nun erleben, thematisiert. Die dazu getroffenen Aussagen mussten den Publikumstest bestehen. Als der hohe Grad der Zustimmung deutlich wurde, verstärkte sich die Wirkung der Aussagen so deutlich, dass man gespannt sein darf, ob dies zu Kurskorrekturen im Amt führen wird. Immerhin erreicht das lokale Kabarett 600 Bürgerinnen und Bürger - mehr als jemals eine politische Informationsveranstaltung besuchen.

Am Ende beider Aufführungen war ich sprachlos und verblüfft, was an beiden Abenden gelungen war. Die vielen Gespräche mit interessierten Bürgern, Politikern und Personen des öffentlichern Lebens bestätigten diesen Eindruck.

Als Ensemblemitglied ist mir bewusst, dass irgendwann der Tag kommen wird, an dem das Publikum sagen wird: "Die waren auch schon besser...". Doch auch in diesem Jahr zeigt die Spirale wieder nach oben. Dahinter steht viel Arbeit, die sich mal wieder lohnte. Ich bin auf die gesamte Truppe unglaublich stolz!

Klaus Klee
 

 

Lächeln im Abendrot

 

In der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel werden in der Lokalzeitung, in Werbepostillen, Wochenzeitungen und den sozialen Medien wieder Fotos platziert, die Personen oder Personengruppen zeigen, die mit der Anwesenheit von Begrüßungsdamen oder -onkeln geehrt werden. Zu Wahlkampfzeiten und bei ganzjähriger falsch verstandener Öffentlichkeitsarbeit ist das gleiche Phänomen zu beobachten. Bei dieser Inflation der Ehrungen stellt sich die Frage, was solche Aktionen wirklich wert sind. Ehrungsgesten wirken natürlich umso fader, wenn bei den Ehrenden  im Amt keine eigentlich erwarteten Leistungen zu erkennen sind. Das Gewicht einer Ehrung ist ein Vergleich mit den Ehrenden. Sind deren Leistungen oder deren Ansehen hoch, hat eine Ehrung ein großes Gewicht. Der Umkehrschluss ist angebracht. Bei Maintals neuer Bürgermeisterin fällt das besonders auf. Maintals hauptamtliche Begrüßungsdame gehört bekanntlich keiner Partei an, womit sie sich irgendwie in einer politikfreien Zone befindet, also auf dieser Website gleichen Namens goldrichtig ist. Ihr Haupteinsatzgebiet scheint derzeit das Repräsentieren und das Moderieren zu sein. Einarbeitungstechnisch scheint ihr Wirken einer abgespeckten und dennoch endlosen Verwaltungslehre zu gleichen. Außenstehende vermuten das Übel im Kreis ihrer Berater.

Nach den Ereignissen der Stadtverordnetenversammlung vom 12. Dezember 2016 besteht der Verdacht, dass sie von ihrem Umfeld direkt in ihren Untergang hineinberaten wird. Bei den Haushaltsberatungen äußerte sie sich extrem abfällig über die Fraktionen und deren Arbeit, so dass sie im Parlament von allen Seiten gewaltig gerügt wurde. Die Chance einer Gegenrede, die zur Klarstellung oder Entschuldigung hätte dienen können, nutzte sie nicht. Parallelen zur Abwahl der einstigen Bürgermeisterin Dorothee Diehl sind inzwischen nicht mehr zu übersehen.

 

Das lokale Kabarett MIKROKOSMOS thematisierte ihre eigentümliche Amtsführung während seiner 5 Veranstaltungen und die Reaktion des Publikums war eindeutig. Aber auch die Reaktionen ihrer damaligen Mitbewerber ums Bürgermeisteramt sprachen eine klare Sprache. Wer sie nun auf diesen absurden Trip mit der Attacke gegen die Stadtverordneten schickte, ist offen. Angesichts der fraktionsübergreifenden Geschlossenheit ist der Kreis der Berater außerhalb der momentanen Akteure zu suchen. Leider kommt auch der Verdacht auf, dass fragwürdige Berater innerhalb der eigenen Verwaltung zu finden sein könnten. Der Bürgermeisterin bleibt nur die Option, auf  stringentes Führen umzuschalten und in der Sache eine klare Kante zu zeigen. Dies muss sie allerdings durchstehen können, was beim sich gerade formierenden fraktionsübergreifenden Gegenwind ein schier unlösbares Unterfangen zu sein scheint. Es besteht die Gefahr, dass sich die Hoffnung vieler Wähler, die sie in eine parteilose Bürgermeisterin setzten, in Luft auflöst. Bis dahin wird sie auf Fotos weiterlächeln, was das Zeug hält, obwohl das längst zum Synonym für empfundene Qualifikation wurde. Man kann nicht alles im Leben weglächeln.

Veröffentlicht am 13.12.2016

 







Wer Anderen eine Rede schreibt...

Gute Vorsätze

Das Jahresende ist stets ein Anlass, darüber nachzudenken, was im abgelaufenen Jahr richtig war und was falsch lief, um zu guten Vorsätzen oder endgültigen Konsequenzen zu kommen. Dabei ist Selbstkritik angebracht, denn Situationen entstehen nie grundlos. Die Fähigkeit, komplexe von banalen Zusammenhängen zu trennen, kann für Klarheit sorgen. Sind solche Denkprozesse in Gemeinschaften nur einseitig vorhanden, beziehungsweise nicht übergreifend möglich, so werden wohl dauerhaft endgültige Konsequenzen greifen. Was nicht zusammenpasst, sollte getrennte Wege gehen. Die Folgen sind klare Abgrenzungen auf gemeinsam genutzten Feldern und konsequentes Handeln, wenn Grenzen überschritten werden. In Eigentumswohnanlagen spielt die gemeinsam beschlossene Hausordnung eine wichtige Rolle. Sie sollte alle Felder abdecken, die einer Regelung bedürfen und muss so abgefasst sein, dass auch sozial nur schwach integrierte Bewohner nicht nur Orientierungshilfen, sondern klare Regelungen vorfinden. Oftmals werden dennoch Sachverhalte nicht begriffen, behördliche Vorschriften ignoriert oder die Regeln gegenseitiger Rücksichtnahme missachtet. Als Miteigentümer schwebt man aber nicht im rechtsfreien Raum, denn Eigentum verpflichtet.

Rücksichtslose Egomanen und Menschen, die zusätzlich andere Menschen bewusst schikanieren, sollten zunächst von nahestehenden Personen intensiver betreut werden. Vielleicht besteht ja noch Hoffnung. Erfolgt das nicht, werden die in diesem Sinn passiven Personen der gleichen Gattung zugeordnet.

 

Im Recht sein und Recht bekommen

 

Vor zwei Jahren wurde ich an einem Frankfurter Unfallschwerpunkt leicht touchiert, als die Fahrerin eines anderen Wagens zu früh die Fahrspur wechselte. Eigentlich ein klarer Fall, wenn Einsicht geherrscht hätte. Obwohl die Polizei die Verkehrsregelung exakt schilderte, wurde die Schuld bestritten und ein Anwaltsbüro zog alle Register, um die Schadensregulierung abzuwenden. Das ist zwar gutes Recht, jedoch sollten unhaltbare Behauptungen unterbleiben. Nachdem insgesamt drei Gutachter den Fall untersuchten und Kosten verursachten, die den eigentlichen Schaden übersteigen, ist nun am 4. Januar 2017 die Verhandlung. Wer Recht bekommt, hängt leider nicht nur davon ab, wer Recht hat, sondern auch, zu welchem Urteil das Gericht kommt. Nachdem mein Vertrauen in die Justiz durch diese Vorgehensweisen bereits erheblichen Schaden nahm, halte ich fast alles für möglich. Da ich Vollkasko versichert und durch Rechtsschutz abgesichert bin, sehe ich der Verhandlung gelassen entgegen.

 

Den Platz in der Gesellschaft überprüfen

 

Jeder Mensch nimmt in der Gesellschaft den Platz ein, der seinem Selbstverständis und seinen Fähigkeiten entspricht. Werden eigene Fähigkeiten überschätzt und besitzt man ein überzogenes Selbstverständnis, so kann der in einer Gesellschaft eingenommene Platz nicht der richtige sein. Auf der anderen Seite können sich auch die Voraussetzungen ändern, die einst mit dem Platz in der Gesellschaft verbunden waren. Beides zu überprüfen ist sinnvoll. Ich habe das im Jahr 2016 sehr systematisch bewältigt und dementsprechende Konsequenzen gezogen. Im Bereich der Ehrenämter führte das zu drastischen Zurücknahmen, weil Mühe und Lohn nicht mehr im richtigen Verhältnis waren oder mein Engagement falsch empfundene Reaktionen erzeugten. Mitunter fühlte ich mich regelrecht ausgenutzt oder in einer fremden Welt wieder.

Ernüchternd ist die Erkenntnis, dass positives Denken und das Bedürfnis, ehrenamtlich zu wirken, bisher alle Bedenken überdeckten, die eigentlich von Anfang an bestanden. Wer sich als Lokomotive vor einen Zug setzt, geht davon aus, dass alle Teile des Zuges fest zusammen halten. Ist das nicht mehr der Fall, sollte man den Zug anhalten oder den Rest auch noch abkoppeln. Zumindest als Lok fährt man danach wesentlich befreiter.

 

Ordnung schaffen

 

Wer Ordnung schafft, behält die Übersicht. Jeder Mensch hat seine eigene Ordnung, sein eigenes System, das Mitmenschen nicht immer verstehen. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch andere Personen in dieser Ordnung zurecht finden müssen. Jede außergewöhnliche Ordnung sollte deshalb auf gängige Ordnungsprinzipien zurückgeführt werden. Das betrifft Ablagesysteme, Schränke und Regale, Sammlungen aller Art, Versicherungen, Bankgeschäfte, Eigentum und vieles mehr. Wer sich in seinem Bereich umsieht, wird ganz schnell fündig. Vieles ist über Jahre gewachsen und fügte sich mehr oder weniger chaotisch zusammen. Sinnvoll sind folgende Fragen:

  • Welche Kleidung benutze ich wirklich?

  • Brauche ich wirklich alle Vorräte?

  • Bin ich richtig mit Geräten und Werkzeugen ausgerüstet?

  • Welche Möbelstücke werden wirklich benötigt?

  • Ist die Küche zweckmäßg eingerichtet und bestückt?

  • Welches Buch werde ich noch einmal lesen?

  • Bin ich richtig versichert?

  • Ist mein Geld richtig angelegt?

  • Was kostet mehr als es nutzt?

  • Sind meine Dokumente logisch abgelegt?

  • Was wird einmal mit allem geschehen?

Je nach Umfang und Hausstand kommen weitere Fragen hinzu, denen wir bisher gern aus dem Weg gingen. Sollen sich später Mitmenschen durch das Chaos kämpfen, das nur wir scheinbar beherrschen? Das nehmen wir doch besser selbst in die Hand!

 

Bewusster leben

 

Der Rhytmus der Zeit beherrscht uns zunehmend und wir versäumen es häufig, nach unseren wirklichen Bedürfnissen zu leben. Essen und Trinken läuft aus dem Ruder, weil wir unser Bewegungsmuster verändern und nicht mehr all das verbrauchen, was wir zu uns nehmen. Hier ist eine Anpassung nötig. Gesundheitliche Probleme werden immer öfter selbst über Dr. Google therapiert und mit Medikamenten bekämpft, die uns die Werbung empfiehlt. Schmerzmittel werden viel zu bedenkenlos konsumiert, Krankheiten übergangen, was zu noch größeren Problemen führt. Wer will schon stundenlang in Wartezimmern sitzen, um dann im Schnelldurchgang abgefertigt zu werden!?

 

Für die Psyche wird ebenfalls zu wenig getan. Dabei ist Freude eine sehr wirksame Medizin. Wir versäumen es, uns selbst Freude zu bescheren. Wer sonst als wir könnte das zum richtigen Zeitpunkt tun? Ich persönlich habe ein Mittel gefunden, mir täglich kleine Freuden zu gönnen und bin sehr froh darüber.

 

In gewissen Abständen ist es sinnvoll, den Personenkreis zu beleuchten, der unseren Alltag bestimmt. Wir müssen uns fragen, wer zu uns passt und wer nicht. Immer nur Marotten billigend in Kauf zu nehmen, kann anstrengend sein und unsere Laune verderben. Eines der Ellen, die wir anlegen sollten, ist die Aufrichtigkeit und der Anstand. Unsensible Zeitgenossen gehören ins Abseits und nicht in unseren Lebensmittelpunkt. Diese Maxime darf auch nicht vor Verwandten  halt machen.

 

Für das neue Jahr wünsche ich allen Lesern alles erdenklich Gute!

Packen Sie es richtig an!

 

Veröffentlicht am 31.12.2016

 






Manchmal fält es schwer, positiv zu sein...




...windige Auslegungen zu akzeptieren...



...in jeder Situation überlegen zu sein...



...Menschen mit anderen Lebensformen zu tolerieren...





...und im richtigen Moment durchzugreifen!

 

Innere Ruhe finden

 

Den Start ins neue Jahr beginnen viele Menschen mit guten Vorsätzen. Sie werden von Hoffnungen getragen, die sich leider viel zu selten erfüllen. Der Grund ist oftmals, dass uns die innere Ruhe fehlt. Anstatt zu reflektieren und aus Erfahrungen richtige Schlüsse zu ziehen, ist der immer neue Versuch, alten Taktiken und Vorgehensweisen endlich zum Erfolg zu verhelfen, die Quelle einer Unruhe, die unter dem Strich immer unzufriedener macht. Besonders hilflos fühlen wir uns, wenn wir dreist vorgehenden Mitmenschen gegenüber stehen, deren Dummheit die Triebfeder ihres Tuns ist. Ihre Unfähigkeit zur Reflexion und zum Erkennen von Ursachen und Wirkungen wird nur durch ihr Bewusstsein getoppt, auf dem richtigen Weg zu sein. Sie finden innere Ruhe in der Dunkelheit ihres Bewusstseins.

 

Ganz anders geht es Menschen, die immer neue Antworten auf Erfahrungen finden und die zielführendsten Erkenntnisse konsequent umsetzen. Ihr Fundus an Ideen und Kreativität schafft die innere Ruhe, aus der heraus sich Zufriedenheit generiert. Es ist sinnvoll, immer einen Schritt voraus zu sein, wenn man dem Leben gewachsen sein will. Dazu sind mehr Gedanken notwendig, als sie diejenigen zu produzieren imstande sind, die nur impulsiv oder affektiv reagieren. Von solchen Menschen geht eine latente Primitivität aus, die es intelligenten Menschen sinnlos erscheinen lässt, mit ihnen in einen sinnvollen Dialog einzutreten. Gänzlich falsch wäre es jedoch, sich der Übermacht borniert daher kommender Dummheit zu beugen.

 

Abhilfe kann bei den Bornierten das Bemühen um eine emanzipatorische Befreiung von Menschen bringen, die einen schlechten Einfluss ausüben. Das kann jedoch schwierig sein, wenn man von deren Handlungen partizipiert. So ist es durchaus möglich, dass zum Beispiel Menschen, die in den eigenen vier Wänden sehr ordentlich sind, ihre Unordnung zusammen mit Gleichgesinnten auf Gemeinschaftsbereiche verlagern und damit dreist die Ordnung einer größeren Gemeinschaft stören. Kommen noch opportunistische Neigungen hinzu, können sich derartige Handlungen sogar gezielt gegen die Mitbewohner richten, die sich um Ordnung und Sicherheit bemühen.

 

Innere Ruhe kann aber auch erzeugt werden, wenn das Gefälle zu den Missständen des Lebens als zu stark empfunden wird, um darauf eingehen zu wollen. Das Gefühl, sich auf einer anderen Ebene zu befinden, produziert dann lediglich ein Gefühl des Bedauerns, mit den falschen Menschen zur gleichen Zeit am gleichen Ort zu leben. Eine erfolgreiche Abgrenzung schafft in diesem Fall innere Ruhe. Warum sollte das nicht gelingen, wenn sogar Menschen in sich ruhen, die offensichtlich nicht bis Drei zählen können!?

 

Veröffentlicht am 23.01.2017

 





 

Perfekte Illusion en miniature

 

Auf der Suche nach innerer Ruhe helfen interessante Hobbies. Im Gegensatz zu reinen Mitmach-Aktivitäten suchen quirlige Menschen Betätigungen, in denen sie sich kreativ entfalten können. Der Wunsch, etwas außergewöhnliches zu gestalten und dabei mehrere persönliche Stärken zu nutzen, kommt von innen heraus und wächst irgendwann zum absoluten Muss. Eines dieser Möglichkeiten ist der Modellbau. Auf Dachböden, in Kellern oder im direkten Wohnbereich kann man Modellanlagen finden, die zum kreativen Mittelpunkt ihrer Besitzer wurden, so auch bei mir. Seit Ende 2015 baue ich eine Miniaturwelt im Maßstab 1:32 auf, deren Kernthema der Motorsport ist. Diese Welt setzte ich in Bezug zu meiner Heimatstadt Maintal, der ich einige historische und interessante Gebäude widmete. So sind auf der Anlage das historische Hochstädter Rathaus, das historische Rathaus Wachenbuchen, markante Fachwerkhäuser, das Hochstädter Schützenhäuschen und vieles mehr zu finden. Die Anlage taufte ich auf den Namen "Das Maintal MOTODROM" und kreierte eine gleichnamige Website. Zum Jahreswechsel feierte ich das 1-jährige Bestehen, dem ich ebenfalls eine Website widmete. Wer sich für meine Aktivitäten interessiert, findet dort interssante Anregungen. Inzwischen haben einige meiner Leser die Möglichkeit genutzt, die Anlage zu besichtigen und sie wurden nicht enttäuscht.

 

 

Modelle sind Unikate

 

Eisenbahnmodellbauer der gängigen Schienen-Spuren verwenden die Maßstäbe 1:87 und wesentlich kleinere, weil sie möglichst viel Eisenbahn auf die Anlage bekommen wollen. Die Hersteller für Modellbauzubehör haben ihr Angebot auf diese Klientel abgestimmt. Der Maßstab 1:32 entspricht der Spur 1 von Märklin und dem, gängiger Autorennbahnen. Leider ist die Nachfrage und das Angebot deutlich geringer, weshalb man auf den Online-Handel ausweichen muss. Wegen des begrenten Angebots müssen viele Details handgefertigt werden. So gibt es kaum Gebäude in diesem Maßstab und die Figuren, die Leben auf eine Anlage bringen, sind knapp und teuer. Dioramen werden meist im Maßstab 1:35 gebaut. Hier muss man beim Zubehör auf russische, tschechische, englische und französische Fabrikate ausweichen, die vom Facheinzelhandel nicht geführt werden.

Die Gebäude meiner Anlage sind allesamt nach Originalvorbildern selbst entworfen und aus Materialien, wie man sie im Baumärkten bekommt, erstellt. Vom historischen Pflaster bis zu den Schindeln ist alles selbst hergestellt. Einige markante Schindelstrukturen wurden im Architekturbedarfshandel zugekauft und modifiziert, also gealtert und angepasst. Die Ergebnisse sind unverkäufliche Unikate, die innen und außen voll ausgestaltet sind.

 

 

Der Maßstab 1:32 ermöglicht natürlich eine detailliertere Ausprägung aller Gebäude, Straßen, Plätze, Brücken und Grundstücke, als dies bei kleineren Maßstäben möglich ist. Sonderfahrzeuge und dazugehörige Figuren lassen sich besser gestalten, wenn auch hierbei sehr oft die Kopflupe zum Einsatz kommt.

 

Die Hobbies Fotografieren und Filmen lassen sich herrlich mit dem Modellbau kombinieren. Bei diesem Maßstab ermöglicht eine Action-Kamera das Mitfahren, sodass man die Strecke im Video wie ein Rennfahrer erlebt. Beide letztgenannten Hobbies decken jedoch jede noch so kleine Schwäche des Modellbaues auf, was sehr oft das sofortige Nachbessern auslöst. Ziel ist stets das möglichst perfekte Abbild der Realität.

 

Ein Hauch von Puppenstube

 

Seit die Objekte beleuchtet sind, ist auch das Innenleben der Gebäude gut sichtbar. Im alten Hochstädter Rathaus sind nahezu alle Räume komplett eingerichtet. Im Bereich der Gastronomie sind die Tische gedeckt, die Wanddekorationen entsprechen dem Original und selbst die Garderobe ist gut bestückt. Es werden nicht nur Getränke serviert, auch modifizierte Figuren servieren Speisen. Im ersten Stock findet eine Gemäldeausstellung statt. Das Wachenbuchener Rathaus beinhaltet die frühere Bücherei, ein Kaminzimmer mit brennendem Kamin, einen holzverkleideten Sitzungssaal mit historischen Tapeten und kompletter Bestuhlung. Der Brunnen und das Pflaster des Vorplatzes sind absolut authentisch. Alle weiteren Gebäude sind möbiliert und alle Fenster mit Gardinen versehen. Dies versetzt Besucher immer wieder in Verzückung.

 

Authentisch und funktional

 

Auch wenn viele Details sehr  filigran und zerbrechlich erscheinen, ist die Funktionalität der Rennstrecke voll gegeben. Eine ausgeklügelte Kombination von Spurwechselmöglichkeiten, die digitale Technik, ein großes Fahrzeugsortiment und gute Zugriffsmöglichkeiten rund um die Anlage garantieren echten Rennspaß. Man spürt die optimale Kombination von Modellbau und Technik. Das ermöglicht interessante Dokumentationen und im täglichen Gebrauch stets neue Begeisterung.

 

Als Senior trainiere ich mit meinen Hobbies Kreativität, Fingerfertigkeit und fördere die körperliche Kontrolle. In der künstlichen Welt finde ich Ruhe und Abstand zu all dem, was mich ungewollt bewegt. Natürlich ist das alles auch mit Kosten verbunden, die sich jedoch mit dem Zugewinn an Freude bezalt machen. Als Senior setzt man halt andere Prioritäten. Besuchen Sie meine Websites, deren Links Sie im oberen Teil des Artikels finden.

 

12.02.2017

 




Mit Duplikaten die Realität imitieren

Mein neuestes Experiment ist das Arbeiten mit identischen, jedoch unterschiedlich modifizierten Fahrzeug-Modellen, um Crash-Situationen lebensnah fimen und fotografieren zu können. Dazu mussten Alternativen zu den hochtechnischen teueren Carrera-Modellen gefunden werden. Auf den folgenden Bildern ist ein Bausatz der Marke REVELL im Maßstab 1:32 zu sehen, von dem je ein Fahrzeug im Originalzustand und ein Duplikat in schwer beschädigter Version gebaut wurde. Im Film wird der Crash als Fotoserie mit Einzelfotos gezeigt, bei der das Modell an der entscheidenden Stelle des Crash ausgetauscht wird. Die Szene wird mit dem entsperechenden Geräusch des Serienfotografierens kombiniert. So kann der Crash und die nachfolgende Bergung des Fahrzeugs perfekt dargestellt werden.

 

 


Die Bergungsfahrzeuge müssen natürlich ebenfalls modifiziert werden, denn nur so ist das Ergebnis perfekt. Zur Ausrüstung des Motodroms für Unfälle gehören Notarzt- und Rettungswagen, Feuerwehrfahrzeug, Abschleppwagen, Kräne und Hebezeuge sowie das passende Personal.

 

 

 

An den Boxen herrscht reger Betrieb und auf der Strecke ist was los. Wer sich in dieser Miniaturwelt kurzzeitig verliert, erlebt die perfekte Illusion eines Maintal-Motodroms und bedauert, dass es so etwas in unserer Stadt nicht im Original gibt.

 

 

 

Eine kleine Welt - ganz groß!

 

Linke Stiefel

 

Die Redewendung "linker Stiefel" umschreibt einen Zustand, bei dem einfach nichts passt. Leider erkennen wir "linke Stiefel" oftmals zu spät, erst, wenn wir uns damit befassen. Deshalb ist es gut, sie sich generell gut anzusehen, ehe man mit ihnen große Schritte geht. Man sollte weniger auf die Form, den Schnitt und die Aufmachung achten, sondern auf das Material und dessen anspruchsvolle Verarbeitung. Bei komischen Stiefeln ist doppelte Vorsicht geboten. Durch den Träger können sie recht schnell einen falschen Tritt bekommen haben. Stiefel, die unpassend erscheinen, weil sie aus einem anderen Umfeld kommen und stärker zum Treten als für den auftrechten Gang benutzt wurden, sind normalerweise gut zu erkennen. Fatal ist, wenn man sich trotz aller Bedenken trotzdem einen dieser linken Stiefel anzieht und dann erst nach dem rechten Stiefel sucht, damit ein vernünftiges Paar (Schuhe) daraus wird. Man hüpft zum Gespött der Mitmenschen auf einem Bein herum und es wäre wirklich besser, die alten Schuhe wieder anzuziehen, um das Schauspiel zu beenden. Letztendlich will man doch weiterhin souverän von seinen Mitmenschen empfunden werden und selbst wieder sicherer und erhabener durchs Leben schreiten. Hat man sich viele Jahre souverän gezeigt, ist doch die Irritation mit dem linken Stiefel unpassend. Das muss man allerdings verstehen, um es zu begreifen.

 

Typisch linke Stiefel sollte man grundsätzlich meiden, weil sie drücken und man sich damit nur Blasen läuft. Diese Blasen, die nur langsam heilen, kann man sich wirklich sparen. Vielleicht kann man sich später sogar darüber amüsieren, wenn diese Stiefel wieder allein von der Person getragen werden, die einem diese linken Teile andrehen wollte. Mit einigen höflichen Worten lassen sich solche Situationen für immer lösen. Wichtig ist, dass man es rechtzeitig macht, ehe es zu spät ist. Das im Grund genommen wohlgesonnene Umfeld wird es angenehm registrieren.

 

03.04.2017

 

 

 

 





 

Ein Ort zum Träumen

 

So eine Modellanlage wird eigentlich nie fertig, weil immer neue Ideen umgesetzt werden. Wie ich bereits im Februar-Artikel beschrieb, suche ich die perfekte Illusion. Um eine Modellanlage richtig in Szene zu setzen, bedarf es mehrerer Faktoren, die zusammenspielen müssen. Somit bietet sie auch Möglichkeiten der aktionsreichen Dokumentation. Auf meinen Websiten mit den Titeln "Modellbahnspass" und "Slotracing" sind nahezu alle Einzelheiten der Anlage zu sehen. Wesentlich interessanter sind die vertonten Video-Kurz-Filme in HD für den Hausgebrauch. Über einen großen Flachbildschirm präsentiert, liefern sie eine nahezu perfekte Rennatmosphäre, wie man sie vom Besuch bekannter Motodrome kennt. Typische Lautsprecherdurchsagen und Rennkommentierungen in den Tribünenbereichen, authentische Renngeräusche und Kamerafahrten mit Action-Kameras verfehlen ihre Wirkung nicht. Besucher sehen so mehr Details, die sie drekt mit den Dioramen der Anlage vergleichen können. Neben dem Zeppelin der Firma Goodyear wird in den nächsten Tagen über der Modellanlage noch ein Fesselballon erwartet, der im passenden Maßstab gar nicht so einfach zu beschaffen war. Natürlich wird auch dieser noch angepasst, damit er einen lokalen Bezug erhält. Der Raum mit der Modellanlage ist inzwischen eine kleine Welt für sich mit gepflegter Atmosphäre. Während andere Modellanlagen oft ein Dasein im Keller oder auf Dachböden fristen, ist diese Anlage Teil meines direkten Wohnbereichs.

Man gönnt sich ja sonst nichts!

 

18 Monate intensiver Modellbau

 

Am Anfang stand zunächst das Grundkonzept. Die Fahrbahnen wurden "versenkt", damit mit dem Landschaftsbau begonnen werden konnte. Eine Boxengasse gab es damals auf der Anlage noch nicht, wohl aber ein Boxengebäude, übrigens das erste Gebäude, das ich baute. Die Fahrbahnen waren noch Carrera-like schwarz mit Mittellinien, wie sie nun mal gar nicht auf Rennstrecken zu finden sind.

 

 

 

Heute stehen über 20 Gebäude im Maßstab 1:32 im weiten Rund und nahezu 500 Figuren in und rund um Gebäude, auf Plätzen, Straßen, Wegen und auf Tribünen vermitteln reges Leben im Motodrom und in der fiktiven Altstatt. Die Fahrbahnen haben eine realistische Farbgestaltung und Fahrbahnmarkierungen sind authentisch. Aber auch die Infrastruktur wuchs kontinuierlich und die Details wurden immer praxisgerechter.

 

Viele Anregungen holte ich mir von der Seite http://www.carrera4fun.de/ , auf der interessante Bauanleitungen für die Infrastruktur einer Rennbahn zu finden sind. Die Anleitungen bauen zwar auf Papiermodellbau auf, lassen sich jedoch sehr gut auf Kunststoff übertragen. Gerade im Bereich der Gastronomie und den Gerätschaften an den Boxen ließen sich viele Objekte sehr gut umsetzen.

 

Die technische Komponente ist reizvoll

 

Der ganz große Reiz geht allerdings von den technischen Möglichkeiten des Systems Carrera Digital aus. Wenn bis zu 10 programmierte Fahrzeuge automatisch die Strecke beleben und sich weitere selbstgesteuerte Fahrzeuge durch einen Pulk kämpfen, der per Zufallsgenerator die Fahrspuren wechselt, wenn Bremsleuchten die Bremsvorgänge begleiten, beim Tankstopp neue Rundenkapazitäten "getankt" werden, im Hintergrund authentische Geräusche für Flair sorgen und das alles in Augenhöhe genossen werden kann, ist der Rennspaß perfekt.

 

Ergebnis wechselnder Interessen

 

Wer meine langjährigen Interessen kennt, weiß, dass sich einige davon veränderten. Nach dem Rückzug von der zeitaufwändigen Begleitung und Kommentierung der Kommunalpolitik ließ ich dieses Hobby wieder aufleben. Änderungen der Intensität bei meinen Vereinsaktivitäten schafften weiteren Freiraum. Es war ein lohnenswerter Tausch zu Aktivitäten, die zwar ebenfalls sehr arbeitsintensiv sind aber mehr Freude bereiten. Die Mühe und der Aufwand haben sich gelohnt. Unvergessen sind die vielen kleinen und großen Erfolgserlebnisse und täglich kommen neue hinzu.

 

In unserer schnellebigen Zeit ist es gut, wenn man zumindest im Modell die Zeit anhalten und nach Belieben wieder zum Leben erwecken kann. So kommt die erholsame Wirkung und die Freude genau dann, wenn man sie braucht. Für mich ist das Luxus pur, wenn auch mit einfachen Mitteln. Dieser Luxus versüßt meine Lebens-Restlaufzeit als Senior.

 

20.04.2017






Eine fiktive Welt lädt zum Träumen ein


Kleines Parkhaus am Rande


Betrieb in der Boxengasse


Fotografische Illusion bei Nacht

 

Professionalität im Alltag

Nicht nur im Beruf werden Profis reinen Amateuren oder Dilettanten vorgezogen. Auch im Privatleben ist Professionalität geschätzt. Zumindest ist es ratsam, Profis zu beauftragen, wenn die eigene Professionalität nicht ausreicht. Das ist kein persönlicher Makel, sondern eher Weitsicht. Man muss es ja mit der Professionalität nicht übertreiben, wenn es sich nur um belanglose Probleme handelt. Sind die zu lösenden Probleme jedoch komplexer, muss der Profi hinzugezogen werden. Das lässt sich gut an einem Beispiel erläutern.

Jede Immobilie kommt einmal in die Jahre und bedarf einer gründlichen Sanierung. Glücklich können sich der oder die Eigentümer schätzen, wenn die Bausubstanz makellos ist und es nur um einen Farbanstrich geht. Man wählt den Farbton aus, wandert mit einem Gerüst ums Haus, spült alten Staub ab, schmiert einige kleine Risse im Putz zu, Farbe drauf und fertig. Das ist billig und effektiv und sieht bei richtiger Farbgestaltung schön aus. Dafür braucht man - bis auf das Gerüst - eigentlich keinen Profi. Doch die Realität sieht oft anders aus, zum Beispiel, wenn Schäden sichtbar sind, für die man Profis braucht. Um den oder die richtigen Profis zu beauftragen, bedarf es einer professionellen Vorgehensweise, die damit beginnt, dass ein Profi die Schäden begutachtet und einen Lösungsvorschlag erarbeitet, der als Basis für Anfragen in einen Maßnahmenkatalog oder ein Pflichtenheft mündet. Leser, die bis hierher empfinden, dass dies doch völlig logisch ist, mögen mir meine Ratschläge verzeihen. Oft wird diese Vorgehensweise jedoch nicht genutzt. Es empfiehlt sich vielleicht, weiter zu lesen.

 

Der Maßnahmenkatalog

 

Der Maßnahmenkatalog muss auf die angestrebte Problemlösung ausgelegt sein. Diese richtet sich im Fall einer Gebäudesanierung zunächst nach der angestrebten Standzeit einer Maßnahme, womit die Amortisiation der Kosten einher geht, sowie dem Finanzrahmen, der einzuhalten ist. Man kann sich nur leisten, was auch zu bezahlen ist. So muss der Blick auf das Notwendige gerichtet sein und das, was im ungünstigsten Fall als Notwendigkeit auftreten kann. Der Profi benutzt dafür die Worst-Case-Betrachtung, um auch für Murphys Gesetz (alles, was schief gehen kann, geht schief) gewappnet zu sein.

Wenn ein Maßnahmenkatalog von einem Profi gründlich erstellt wird, so ist der ideale Lösungsweg skizziert, also mit allen Mengenangaben und qualitativen Vorgaben, mit denen qualifizierte Anbieter konfrontiert werden. Der Maßnahmenkatalog schließt auch die Lösung schlimmstmöglicher Szenarien ein. Vom Maßnahmenkatalog leiten Anbieter die erwartete Qualität und den gewünschten Baustellenkomfort ab. Bei Anfrage werden zusätzlich alternative Vorschläge bewusst erbeten, um die gesamte Bandbreite des Könnens der Anbieter zu nutzen. Das Bessere ist bekanntlich der Feind des Guten.

Angebote, die auf Maßnahmenkatalogen (Pflichtenheft) aufbauen, sind exakt vergleichbar und schaffen hinsichtlich der Kosten jedes einzelnen Punktes Klarheit. Nun fällt die Auswahl der umzusetzenden Maßnahmen und das Erwägen von Alternativen wesentlich leichter. Man "schnürt" das endgültige Paket, mit dem man in die Abschlussverhandlungen mit den Anbietern geht. Später wird nur der tatsächlich ermittelte Aufwand berechnet.

 

Der Maßnahmenkatalog als Prüfstein

 

Wenn ein Maßnahmenkatalog erstellt ist, muss der Anbieter prüfen, ob er diesen erfüllen kann. Sind Vertragselemente nach VOB/B zu berücksichtigen, kann das ein echter Prüfstein sein. Spätestens hier trennen sich Wege, wenn keine Übereinkunft getroffen werden kann. Das Gleiche ist auch der Fall, wenn ein Anbieter den dezidiert beschriebenen Maßnahmen nicht folgen und nur locker umschriebene Alternativen anbieten kann, die Risiken beinhalten. Im Umkehrschluss ist natürlich jeder Anbieter qualifiziert, dem zumindest die beschriebenen Maßnahmen vertraut sind.

 

Der Vertragsabschluss und dessen Erfüllung

 

Wenn bis zur Abschlussverhandlung Profis zum Einsatz kamen, sollten auch Profis die Sache verhandeln. Hinsichtlich der Vertragsgestaltung nach VOB/B und der späteren Einhaltung aller Vorgaben sowie der Abnahme und der endgültigen Aufmaßermittlung ist der Einsatz eines unabhängigen Bausachverständigen ratsam. Damit sind die "Regiekosten" optimal eingesetzt.

Nach VOB/B beträgt die Gewährleistung vier Jahre. Das reicht aus, um vor Ablauf der Garantie genau zu untersuchen, ob die Sanierung den zugesagten Erfolg hatte oder Nachbesserungen erforderlich sind.

 

Am Anfang war von "Dilettanten" die Rede. Das könnte zu Missverständnissen führen. Deshalb sollte bekannt sein, dass ein Dilettant ein Fachmann ist, der sich laienhaft verhält. Will man diesem Vorwurf entgehen, sollte man sich nur dann als Fachmann ausgeben, wenn man es wirklich ist und sich auch so verhält. Eigentlich gibt es dazu keine bessere Alternative.

 

09.05.2017

 







Die Alternative dazu

 

Wenn ein in vielen Dingen nicht bewanderter Privatmann ein Problem zu lösen hat und etwas schlichtere Vorgehensweisen wählt, erhofft er sich, dass sein Vorhaben gelingt. Er hofft, dass alles gut gehen wird, keine gravierenden Probleme auftreten und dass ein gelernter Fachmann die Sache schon richten wird. Solche Fachleute präsentieren sich solcher Kundschaft als sehr leistungsfähig, was sich vornehmlich im attraktiven Gesamtpreis ausdrücken soll. Zwischen ihm und anderen Anbietern sollen Welten liegen. Doch wie erreicht er das?

 

Zunächst muss als Ziel der Auftrag in der Tasche sein. Danach eröffnen sich Möglichkeiten, wenn die vielbesagten unvorhergesehenen Probleme auftreten und ein Nachtragsauftrag erforderlich wird. Dort werden dann die Kosten untergebracht, die im Angebot fehlten. Das ursprüngliche Angebot nennt geringere Mengen und  lässt all die Arbeiten weg, die erst später sichtbar werden. Das verschafft den entsprechenden Abstand zu den übrigen Anbietern. Das ist nicht sehr ehrlich, aber effektiv.

 

Schlichtes Denken geht oft auch mit dem Gedanken einher, dass der billigste Anbieter den Zuschlag erhält. Genau auf diese Denke zielt die Strategie solcher Anbieter ab. In den meisten Kommunen und Behörden ist die Vergabe an den billigsten Anbieter sogar vorgeschrieben. Es ist ja auch nicht einfach, einen transparenten Preis-/Leistungsvergleich zu erstellen, wenn man sich keiner Sytematiken bedient. Für den öffentlichen Bereich wurden deshalb die VOB-Bedingungen entwickelt, denen sich natürlich auch Unternehmen und Privatpersonen bedienen können. Sie regeln die gesamte Erfüllung eines Auftrages und decken alle gesetzlichen Bestimmungen ab. Wer das nicht möchte, bedient sich einer schlichten Alternative.

 

Diese Alternative besteht darin, dass man einen Anbieter machen lässt, was er für richtig und notwendig hält und man "deckelt" den Gesamtpreis. Das erfordert viel Vertrauen und schließt die Hoffnung ein, es würde schon alles gut gehen. Es gibt Fälle, in denen das wirklich gut geht. Ob es gut gegangen ist, weiß man erst nach Jahren. Erst dann kann man beurteilen, ob die Leistung auch ihr Geld wert war.

 

Alleineigentümer können für sich diese Entscheidung treffen, für eine Eigentümergemeinschaft ist es nicht zu empfehlen. Hier müssen alle Eigentümer vom richtigen Vorgehen und von der richtigen Entscheidung überzeugt sein. Das erfordert eine überaus gründliche Vorklärung und die gewissenhafte Auswahl des Auftragnehmers. Die Personen, die damit beauftragt sind, tragen eine schwere Verantwortung, der sie gerecht werden müssen.

 

Klaus Klee

 

 

Lösungswege für Fortgeschrittene

Im Berufsleben begegnet man gelegentlich dem flotten Spruch: "Bringen Sie die Lösung oder sind Sie ein Teil des Problems?" Das ist gar nicht so weit hergeholt. Auf dieser Website wurden bereits mehrmals Zusammenlebensweisen thematisiert, die sich etwas komplizierter gestalten. Die Gründe, warum Komplikationen entstehen, sind so unterschiedlich, wie die Sichten, nach denen sie beurteilt werden. Genauso differenziert verlaufen natürlich auch die Lösungen solcher Komplikationen. Jeder Mensch "tickt"  anders, weshalb er zum eigentlichen Problem werden kann. Landauf landab müssen täglich Lösungsansätze greifen, wenn sich etwas, was aus dem Ruder gelaufen ist, wieder normalisieren soll. Das setzt jedoch voraus, dass Beteiligte überhaupt wollen, dass sich etwas wieder einrenkt. Sehr oft ist es aber das im falschen Moment gesprochene Wort oder die verpasste Gelegenheit, die den Weg endgültig verbauen. Dann liegt es in der Hand düpierter Personen, eine verspätet reumütig gereichte Hand zu ergreifen. Hierzu in aufrichtiger Absicht gebaute Brücken sind jedoch nur so tragfähig, wie das noch vorhandene Vertrauen selbst. Unter dem Strich bleiben große Zweifel, die sich bei jedem noch so kleinen Anlass wieder verstärken. Schließlich hat man es mit Wesenszügen zu tun, die sich nicht von heute auf morgen verändern lassen. Die Erkenntnis: Irgendwann muss jeder den Preis für seine Verhaltensweisen bezahlen.

 

Nebelbänke, Scheuklappen und natürliche Hindernisse

 

Wenn eine Gemeinschaft eine Aufgabe gemeinsam lösen möchte, ist es erforderlich, dass man sich mit den im Raum stehenden Problemen fair auseinandersetzt. Setzt man ein Projekt und dessen Problemlösung, wie im Artikel "Professionalität im Alltag" beschrieben, in Bezug zu den Grundgedanken des jetzigen Artikels, so wird deutlich, wie sehr Entscheidungen von einer professionellen Vorgehensweise abhängen, bei der Transparenz und tiefere Einblicke geschaffen werden. Taktieren Interessengruppen in opportunistischer Weise, so werden Nebelbänke, Scheuklappen und eben jene zwischenmenschlichen Hindernisse anstelle von unbequemen Fakten genutzt. Hier hilft nur ein gemeinsam erarbeitetes Ziel hinsichtlich Nachhaltigkeit der geplanten Maßnahmen, an dem sich alle Schritte messen lassen. Dabei sollte sich in der Klärungsphase Zug um Zug die Vernunft durchsetzen, denn die Fakten liegen bei einer professionellen Vorgehensweise auf dem Tisch.

 

Das Spiel mit dem Vertrauen

 

Vernunft wird bei solchen Gemengelagen gelegentlich durch Vertrauen und Glauben ersetzt. Man vertraut und glaubt Personen, die ihre spezielle Problemlösung bereits vorher kannten und alle Informationen so hingebogen, dass die Lösung logisch und alternativlos erscheint. Die für eine Entscheidung nötige Transparenz wäre ja auch taktisch allzu hinderlich. Notwendige professionelle Erfahrung soll durch individuell gemachte "Erfahrungen" ersetzt werden, denen die wirklichen Entscheider vertrauen sollen. Dieses Verfahren ist für Menschen, die über Jahrzehnte mit einer professionellen Arbeitsweise vertraut sind, nicht hinnehmbar. Sie würden sich damit selbst zu Dilettanten machen. Den thematischen "Glaubens"-Brüdern wiederum könnte man Dilettantismus dagegen gar nicht vorwerfen, weil sie das zu Fachleuten erheben würde. Bekanntlich ist ein Dilettant ein Fachmann, der sich laienhaft verhält.

 

Gegenseitige Achtung erfordert Lernprozesse

 

Mit der gegenseitigen Achtung steht und fällt ein Vertrauensverhältnis. Diese Achtung mutwillig oder leichtfertig zu beschädigen, ist kontraproduktiv, wenn Entscheidungen mit hohem Bewusstsein gefällt werden müssen. Das schweigende Hinnehmen von dreisten Zumutungen mag ein bevorzugtes Kalkül von Taktikern sein, es fördert jedoch nicht die Achtung vor Personen, die solche Taktiken anwenden. Vielfach bestätigt dieses Vorgehen bereits bestehende Vorurteile oder Einschätzungen.

 

Gegenseitige Achtung setzt Transparenz und Offenheit voraus, damit deutlich wird, dass es keine Details gibt, die bewusst verschwiegen werden. Wird auf professionellem Weg genau diese Taktik sichtbar gemacht und begreifen alle Beteiligten, was sie lesen, sehen, hören und fühlen, ist eigentlich der Weg frei für richtige und faire Lösungen. Das setzt jedoch einen Lernprozess voraus, der auch von eingangs skizzierten menschlichen Komplikationen abhängt. Leider werden Menschen, die ihre ethische und geistige Ebene nicht verlassen wollen und dies thematisieren, selten wirklich verstanden. Sollte sich eine Entscheidung auf profesionellem Weg nicht durchsetzen, so wäre das ebenfalls ein Lernprozess mit Einfluss auf die gegenseitige Achtung. Doch - wer will das schon!?


28.05.2017





 

Verkehrte Welt

 

Senioren sagt man gern nach, dass sie im Alter wunderlich werden, dass sie unangenehm kritisch sind und dass man mit ihnen nur noch schwer auskommt. Da ist was dran! Aber warum ist das so? Es liegt an mehreren Faktoren.

Es liegt vor allen Dingen

  • am Wesen der Personen,

  • der Bildung und der Erziehung,

  • dem sozialen Stand,

  • dem früheren beruflichen Umfeld,

  • den gesammelten Erfahrungen,

  • dem Grad persönlichen Engagements,

  • dem Temperament,

  • der sozialen Ausrichtung,

  • der Diskussions- und Streitkultur,

  • den Charaktereigenschaften und

  • wie sie in Gemeinschaften eingebettet sind.  

Somit ist es nicht ganz so einfach, das Handeln von Senioren absolut richtig einzuschätzen. Fairness ist hier angesagt. Man muss etwas weiter denken und sich für den Anderen interessieren. Ihn bloß abzulehnen, entspricht meist bereits einer Stufe des Zusammenlebens, die nicht zur Ebene der Gescholtenen gehört.

 

Natürlich treffen obige Faktoren genauso auf jüngere Menschen zu und man sollte sich mit ihnen ebenfalls intensiver auseinander setzen, ehe man sie abschließend beurteilt. Das lehnen diese aber meist als unangemessen ab. Verhindern können sie es dennoch nicht.  

 

So, wie sich viele Menschen nur mit Symptomen und nicht mit deren Ursachen befassen, so reagieren sie auch auf Freidenker, Querdenker, Menschen mit Lebenserfahrung und unangenehme Kritiker. Sie haben noch nicht begriffen, dass Ursache und Wirkung stets in einem kausalen Zusammenhang stehen. Sucht man nach Lösungen, muss man die Gründe einer Situation erforschen. Allerweltslösungen führen selten zum richtigen Ziel. Lösungen müssen maßgeschneidert sein, wenn sie nachhaltig sein sollen. Das gleiche gilt auch für den Umgang mit Menschen.

 

Ursachen zu erforschen und Lösungen zu erarbeiten erfordert eine gewisse Intelligenzleistung, für die bestimmte Voraussetzungen erforderlich sind. Ist das nicht zu leisten, können leider nur entsprechende Ergebnisse erzielt werden. Die Konsequenz ist, dass sich immer wieder aktive Senioren, Dank der Voraussetzungen, die sie mitbringen, andienen, substanzielle Denkprozesse zu übernehmen. Leider ist das meistens erst dann der Fall, wenn bereits unzureichende Zwischenergebnisse vorliegen, die förmlich zum Eingreifen zwingen.

 

Erfahrene Senioren und Fachleute sehen sich in dieser Situation sehr oft dem Unverständnis der bisherigen Protagonisten gegenüber, die ihr Unverständnis weiter zelebrieren. Für Erfahrene, die alle Voraussetzungen für eine optimale Lösung mitbringen, ist das eine arge Zumutung. Schließlich versuchen sie, bestehende Defizite auszugleichen. Es bedarf eigentlich nur der Aufmerksamkeit, Fairness und zielführender Denkprozesse und natürlich der Fähigkeit, anderen Denkprozessen folgen zu können. Ist das nicht der Fall oder nicht gewollt, dann ist es auch dem intelligentesten und erfahrensten Mitstreiter nicht möglich, zu überzeugen.  

 

An dieser Stelle muss ein anderer Einfluss erwähnt werden, der immer wieder erkennbar ist. Es ist das Störfeuer von Menschen, denen aus verschiedenen Gründen der Einfluss auf Abläufe entglitt. Die Ursachen sind  meist die gleichen. Ehe man Einfluss ausüben kann, muss man sich auf breiter Ebene als kompetent erwiesen haben. Das alternative Aufblasen ähnlich eines Kugelfisches ist natürlich zu wenig. Es müssen Leistungen folgen. Bleiben sie aus und wird das thematisiert, ist es aus mit dem wichtigen Gehabe. Nun bleibt Versagenden nur noch das Störfeuer gegenüber dem oder denen, die solche Situationen mit Kompetenz retten wollen. Gleicht dieses Störfeuer sehr stark sogenannten Gedankenfürzen, die von anderen Unbedarften genüsslich aufgesogen werden, sind viele Köpfe so vernebelt, dass Entscheidungen genau diesem Zustand bzw. dieser Qualität entsprechen.

 

Wo Vernunft auf den richtigen Weg geführt hätte, jetzt  aber primitive Varianten greifen, reift sofort die Freude darüber, dass auch primitive Verhaltensweisen erfolgreich sein können, wenn auch nicht wirklich. Kontraproduktivität, kraftvoll und selbstbewusst vorgetragen, kann manche Menschen sogar stolz machen.

 

So entsteht dann der Eindruck einer verkehrten Welt!

 

03.06.2017

 






 

Störfaktor "Senior"

 

Senioren bilden einen immer größeren Anteil in der Gesellschaft. In Maintal wird dieser Anteil in den nächsten Jahren an die 40%-Marke heranreichen. Es kommt darauf an, wo man die Grenze zu den Senioren ansetzt. Schon heute haben viele Immobilien einen Altersdurchschnitt der Bewohner von über 60 Jahren. In den politischen Parteien und auf den Listen zu den Kommunalwahlen ist der Altersdurchschnitt ebenfalls sehr hoch. Ebenso in Kirchengemeinden und in den meisten Vereinen. Nicht nachzuvollziehen ist deshalb, dass Senioren immer wieder als Störfaktoren angesehen werden, wenn sie sich kraftvoll engagieren.

 

Die Gruppe der Gegenspieler engagierter Senioren sind nicht in den Reihen der Senioren zu finden, sondern in der Altersgruppe von 35 bis 50 Jahren, die mitten im Berufsleben steht. Deren Wirkungsbereiche scheinen die Betroffnen hinsichtlich der Autorität als besondere Gefährdung anzusehen. Wem von Älteren und Erfahreneren keine Autorität entgegen gebracht wird, neigt dazu, Autorität auszuüben. Die Folgen sind in allen Bereichen unseres Lebens allgegenwärtig.

 

Autorität wird oft mit der Anzahl von Gefolgsleuten gleichgesetzt, also eher quantitativ als qualitativ, denn Qualität beanspruchen jüngere Alpha-Tiere für sich. In Parteien bzw. Fraktionen sind es die selbst ernannten Vordenker, denen der Rest meist unkritisch folgt. Man braucht ja später nur noch den Arm zu heben. Dieses Verhalten ist in der restlichen Gesellschaft ebenso weit verbreitet. Verführung, falsche oder mangelnde Informationen und chronisches Desinteresse des Restes sind für Protagonisten in mittleren Jahren wichtige Faktoren der Entscheidungsfindung. Auch in den Unternehmen hat sich das so etabliert. Man ist aber nicht nur für das verantwortlich, was passiert, sondern auch für das, was man nicht verhindert.

 

Als Senior, den die Phase des Aufbaus bis hin zur Blüte der deutschen Wirtschaft nicht nur erlebt hat, sondern mitgestalten durfte, bewerte ich Talent und Können sowie anständigen und aufrichtigen Umgang miteinander völlig anders, als es die heutige Generation praktiziert. Wenn man das nicht gekonnt hätte, was man talentiert tat, wäre man niemals so erfolgreich gewesen. Der heutigen Generation bereiteten die Senioren den Weg, den diese immer weniger imstande ist, selbst erfolgreich zu gehen. Es kam vielfach zum bewussten Abreißen bei der Weitergabe von Erfahrung. Das rächt sich nun.

 

Es ist fatal für Senioren, dass ihre Restlaufzeit von Menschen abhängt, die immer stärker an Bindung zu den Senioren verlieren, diese sogar bewusst bekämpfen. Damit stirbt die Zuversicht, dass nicht alles, was man selbst an negativen Erfahrungen machte, über vermittelte Erfahrung doch noch zum Erfolg führt. Jetzt sind es vermehrt die Fehlleistungen derer, die glauben, bereits weise zu sein, die das Lebene bestimmen.

 Verkehrte Welt!

 

Klaus Klee

 

 

Die Gedanken sind frei  

 

Was wir Menschen tun, machen wir entweder spontan oder bewusst überlegt. Beides wird von unserem Verstand gesteuert, der mehr oder weniger Herr unserer Sinne und Triebe, unserer Ängste und Hoffnungen ist. Echte Spontaneität ist da eher ein Reflex. Mit dem Verstand steuern wir alles, auch unsere Sprache, die das, was wir machen, begleitet. Nun gibt es Menschen, die nichts sagen, wenn sie etwas tun und Menschen, die sehr viel sagen, ohne etwas Vernünftiges zu tun. Beides fällt uns sofort auf und wir werden misstrauisch. Eine nicht übliche Handlungsweise kann allerdings effektiv sein, wenn sie auf Menschen trifft, die damit überrascht werden sollen. Denken hilft hier, denn Gedanken sind frei, kennen also keine Grenzen! Wer erfolgreich nachdenkt, sollte dann aber auch folgerichtig handeln! Ist Nachdenken allerdings nicht erfolgreich, nehmen sehr oft ungewollte Dinge ihren Lauf.

 

Gegenüber sollten nicht unterschätzt werden  

 

Generationenübergreifend gestaltet sich das Nachdenken mitunter schwierig. Mit dem Alter verändert sich nämlich auch das Verhalten. Durch die fortwährende Bestätigung, in bestimmten Situationen stets richtig gedacht und/oder gehandelt zu haben, automatisieren viele Menschen Reaktionen, ohne nochmals darüber nachzudenken. Die Folge ist, dass ihr Handeln bis zu einem gewissen Grad vorausberechenbar ist. Das öffnet vermeintlich ein Tor für Manipulationen, weil Mitmenschen glauben, den Schlüssel zum Anderen gefunden zu haben.

 

Nicht alle Menschen reagieren aber derart stereotyp. Wer sich in seiner Einschätzung irrt, erlebt sein blaues Wunder. Solch scheinbar offen präsentierte Flanken können nämlich taktische Manöver sein, die man als "Colombo-Effekt", also dem typischen Verhalten von Inspektor Colombo aus der gleichnamigen Serie kennt. Dieser Effekt besteht aus dem Provozieren gefühlter Überlegenheit beim Gegenüber und daraus resultierendem Leichtsinn. Kontrahenten sollten sich deshalb vorsehen, Situationen nicht allzu banal einzuschätzen.

 

Wie sich auch immer Dinge entwickeln, es ist nur derjenige Herr der Situation, der richtig analysieren und Verläufe und Vorgehensweisen vorausdenken und beeinflussen kann. Dieses Vorausdenken produziert mitunter verästelte Wege, denen man ebenfalls gedanklich folgen sollte, um absolut sicher zu gehen. Nichts ist dem Erreichen eines Zieles abträglicher, als Überraschungen, auf die man nicht vorbereitet ist. Dabei kann man sich allerdings verlieren, wenn man nahezu alles für möglich hält. Hier sind Kenntnisse über die Wesensstruktur sowie die Stärken und Schwächen der in die Problematik Involvierten hilfreich, um Wahrscheinlichkeiten einzugrenzen und richtige Gegenmaßnahmen zu entwickeln.  

 

Wenn vermeintliche Paten Schwächen ausgleichen sollen  

 

Menschen, die sich Problemen oder Mitstreitern nicht in allen Belangen gewachsen fühlen, suchen sich sehr oft Schützenhilfe bei gefühlt kompetenten Personen - bei einer Art Paten. Da diese damit zu deren Mitstreitern werden, werden auch sie der Stärke der Gegenseite ausgesetzt. Dabei zeigt sich schnell, ob wirklich Kompetenz vorliegt.

 

Zielorientiertes Vorgehen hilft  

 

Irgendwann kommt eine Problemstellung an einen Punkt, an dem nur noch das Ziel zählt, nämlich, das Problem zufriedenstellend zu lösen. Wenn das nur gemeinsam geht, aber in direkter Zusammenarbeit sehr schwer erscheint, gilt es, Erfolge zu teilen, die sich beim Erreichen des Zieles einstellen werden. Das geht allerdings nicht, ohne dem weniger kompetenten Gegenüber Denkprozesse zuzuspielen. Bisher unmögliche Dinge können dann plötzlich zugunsten der eigenen Teilhabe am Erfolg mitgetragen werden.

 

Dieser kleine Exkurs in die Welt der Gedanken und des Denkvermögens zeigt, wie wichtig ein intakter Verstand und die Verarbeitung von Erfahrung sind. Menschen, die bei Problemlösungen führen wollen, sind nur so erfolgreich, wie sie selbst auf gute und richtige Lösungen positiv Einfluss nehmen können.

 

Ehe man sich bewusst negativen Erfahrungen aussetzen will, sollte man auf jeden Fall prüfen, ob man einer Sache dennoch gewachsen ist. Dazu ist eine gute Selbsteinschätzung erforderlich.

 

Das Resümee:

Gedanken sind zwar grundsätzlich frei, jeder kann sie für seine Zwecke einsetzen,

man ist jedoch in ihnen gefangen, wenn das Denken nicht brillant beherrscht wird.

 

20.06.2017

 

 

 

 

 

 

 

Taktisch klug verhalten

 Es gibt Menschen, denen sich immer wieder Widerstände in den Weg stellen, obwohl sie absolut auf dem richtigen Weg sind. Sie gehen überlegt vor, nutzen professionelle Vorgehensweisen, schalten häufig gemachte Fehler aus und leisten damit der  Gemeinschaft, der sie angehören, absolut uneigennützig den besten Dienst, dessen sie fähig sind. Menschen, die Vergleichbares nicht zu bieten haben, missfällt das jedoch oft. Da werden z.B. in Vereinen von einem Mitglied gegen allergrößte Widerstände zukunftsweisende Weichen gestellt, wofür man es später als Treiber und Vorreiter der Entwicklung mit höchsten Ehren bedenkt. In Unternehmen stellen sich Kollegen der gleichen Ebene gegen eingeleitete Entwicklungen, die dem Unternehmen Gewinne und positive Marktpositionen bescheren, obwohl ihnen die neuen Entwicklungen selbst Nutzen bringen. Bei Projekten im Rahmen der Bürgerbeteiligung leisten gewählte und im öffentlichen Dienst befindliche Personen massiven Widerstand gegen Lösungsvorschläge Ehrenamtlicher. Woran liegt das?

 

Die Gründe liegen bei jedem Menschen anders. In den meisten Fällen besteht der Grund darin, dass den Widersachern die gleiche Idee fehlte. Um Zeit zu gewinnen und ähnliche Ideen selbst zu erarbeiten, blocken sie ab. Pfiffige Zeitgenossen, die Profit daraus schlagen wollen,  machen sich diese Situation zu nutze, um ihre ureigenen Interessen zum Zug kommen zu lassen. Sie bieten sich als Lotse durch die Nacht an und taktieren so, dass noch vor Morgendämmerung Tatsachen geschaffen sind, ehe alle Unbedarften durchblicken. Solche Vorgehensweisen funktionieren aber nur, wenn allen, die mitmachen, gleichermaßen der Durchblick fehlt. Bereits eine einzige Lampe kann so viel Licht in die Dunkelheit bringen, dass der falsche Weg erkannt werden kann. Es kommt zur Kurskorrektur, was auch das Beste für den Lotsen ist. Allen ist geholfen.

 

Klaus Klee